Gut ersetzt
„Mindestens bis zur Winterpause“ wird Mohamed Ali Zoma dem 1. FC Nürnberg fehlen, wie der FCN auf seiner Website nach dessen Schulterverletzung und mittlerweile erfolgter Operation mitteilte. Das Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern war somit die erste Partie, die der Club in dieser Saison ohne den italienischen Nationalspieler bestritt.
„Ich glaube man hat schon gesehen, dass wir Momos Qualitäten vielleicht nicht ganz aber anders kompensieren können“, war Vizekapitän Julian Justvan trotz der 0:1-Niederlage nicht unzufrieden – und betont, dass man Zoma „nicht zu sehr nachtrauern“ sollte: „Wir müssen es trotzdem zeigen, dass wir auch ohne ihn eine Spitzenmannschaft sein können.“
Andere Stärken
Dennoch sind die Fähigkeiten und das Tempo des 22-Jährigen schwer zu ersetzen. „Die Tiefe von Zoma fehlt dir, dafür hast du mit (Rafael) Lubach einen Linksaußen, der die Bälle eher in den Fuß haben und verteilen will“, erklärt Justvan die Unterschiede zwischen den beiden Spielertypen, nachdem Lubach gegen Kaiserslautern auf der linken Außenbahn zum Einsatz kam.
Auch Nürnbergs Stürmer Piet Scobel machte keinen Hehl daraus, dass Zoma mitunter fehlen könnte: „Wenn Momo spielt, hat man natürlich immer das Gefühl, dass er aus dem Nichts eine Aktion haben kann und aus dem Nichts einfach mal zwei, drei Leute stehen lassen und ein Tor schießen kann.“
Auch wenn Scobel dieses Gefühl ohne den Italiener etwas vermisst, hatte er „überhaupt nicht“ den Eindruck, dass man offensiv Probleme hatte: „Sondern wir waren trotzdem gut im Spiel.“ Stattdessen lobt er die Akteure, die bislang noch nicht so viele Minuten in der laufenden Saison erhielten und sich nun beweisen können: „Die, die reingekommen sind, haben es super gemacht.“
Spitzenmannschaft
„Eindeutig ja“, ist sich FCN-Trainer Miroslav Klose jedenfalls sicher, dass man auch ohne Zoma eine Spitzenmannschaft der 2. Bundesliga sein kann. „Wir haben Spieler mit anderen Qualitäten. Die haben wir heute nicht so ins Spiel bringen können“, sieht er bei der Einbindung der Alternativen noch Verbesserungspotenzial.
„Aber ich bin davon überzeugt, wenn die ein, zwei Spiele im Team sind und ein bisschen mehr der Fluss da ist und die Sicherheit, dann werden die schon auch den Unterschied machen können“, rechnet Klose damit, dass dies schon bald besser wird – und man somit auch ohne seinen Unterschiedsspieler im Angriff weiterhin erfolgreich sein kann.
Dass der FCN ausgerechnet ohne Zoma mit 27 Abschlüssen den persönlichen Saisonhöchstwert aus dem Spiel gegen Hannover 96 einstellte, dürfte diese Zuversicht durchaus untermauern.


