FCN: Mit 8 Lizenzspielern und einer „Waffe“ zum Derbysieg

Erstmals 2026 trifft die Nürnberger U23 mehr als einmal – und bleibt defensiv stabil.

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Foto: FCN

Nächster Sieg

Die Rückrunde der U23 des 1. FC Nürnberg war bislang nicht von viel Spektakel geprägt. 2026 gab es bislang sechs Spiele, von denen man zwei verlor und vier für sich entscheiden konnte. Alle Siege endeten denkbar knapp mit einem 1:0 für den FCN. Beim kleinen Derby gegen die Fürther U23 am Ostermontag sollte sich das ändern. Mit insgesamt acht (!) Lizenzspielern in der Startelf konnte man sich am Ende relativ souverän mit 2:0 durchsetzen. Neben Robin Lisewski und Ayboub Chaikhoun, die bereits am Donnerstagabend in Aubstadt in der Regionalliga Bayern zum Einsatz kamen, kehrten Kristian Mandic sowie Eryk Grzywacz nach ihrer Länderspielreise ebenfalls zurück in das Aufgebot.

Ergänzt wurde die starke Aufstellung durch Eric Porstner, Justin von der Hitz, Tarek Buchmann und Noah Maboulou. So blieben es „nur“ drei wirkliche Amateure in der Startelf: Moritz Wiezorrek, Benedikt Kirsch und Khalid Abu El Haija.

Tempo als Waffe

„Es war eine solide Leistung“, war Nürnbergs Trainer Andreas Wolf am BFV-Mikrofon mit seiner Mannschaft einverstanden. Dennoch musste man bis zur 45. Minute warten, ehe Abu El Haija nach einer Chaikhoun-Ecke per Kopf zur Führung traf. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit traf Maboulou nach einer Balleroberung zum 2:0-Endstand. „Vor allem in der ersten Halbzeit war Fürth sehr aktiv“, hatte Wolf bis dahin keinen einfachen Gegner gesehen: „Sie haben versucht, uns mit Mann-gegen-Mann über das ganze Feld unter Druck zu setzen.“

Was für den 43-Jährigen deshalb so wichtig war, war das Tempo, das seine Offensive rund um Maboulou und von der Hitz mitbrachte: „Wir wussten, wir haben eine Waffe, wir haben Dynamik und Schnelligkeit nach vorne. Das haben wir dann ausgespielt.“

Verdienter Erfolg

Fürths Interimstrainer Christian Fiedler sah hingegen ein „sehr, sehr bitteres Spiel und Ergebnis“, da seine Mannschaft einen „Riesenaufwand“ betrieben habe und aus seiner Sicht in vielen Aspekten ein „Top-Spiel“ ablieferte. Für ihn war die Effizienz der entscheidende Unterschied. Nürnberg machte aus wenig viel, Fürth hatte zu wenig klare Torchancen, fasste der Coach des Tabellenvierzehnten, der sich noch mitten im Abstiegskampf befindet, zusammen.

„Hinten haben wir nichts zugelassen, es war zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass vor unserem Tor was passiert“, war Wolf ähnlicher Meinung, der deshalb einen verdienten Sieg des Clubs sah. Durch den Erfolg behält man den Vorsprung von fünf Punkten auf den Zweitplatzierten aus Unterhaching aufrecht und hat noch ein Spiel in der Hinterhand.

Angesichts von nun vier Siegen in Folge ohne ein einziges Gegentor dürfte das Selbstvertrauen groß sein, am Freitagabend in Illertissen den nächsten Sieg einzufahren – wenngleich dann der ein oder andere Lizenzspieler nicht zur Verfügung stehen dürfte.