Kusanovic verlässt den FCN
Erst im vergangenen Winter soll sich Miroslav Klose persönlich dafür eingesetzt haben, dass Tino Kusanovic den 1. FC Nürnberg nicht verlässt. Damals soll es laut Transfermarkt.de eine Offerte des AC Mailand gegeben haben, gegen deren Annahme der FCN-Trainer sein Veto einlegte.
Nur wenige Monate später ist jedoch klar, dass der 18-jährige Nachwuchsstürmer weiterhin keine Perspektive bei den Profis erhält. Stattdessen verlässt der Kroate den Club und schließt sich dem österreichischen Bundesligisten SV Ried an. Die BILD berichtete zuerst.
Leihe mit Kaufoption
Nach Informationen von Sky Sport Austria soll der Leihvertrag bereits unterzeichnet worden sein, die Verkündung bald folgen. Allerdings könnte Kusanovic Nürnberg sogar dauerhaft verlassen. Denn demnach wurde auch eine Kaufoption vereinbart. Über deren Höhe oder weitere Bedingungen wurden bislang keine Angaben gemacht.
Heißt: Nach dieser Saison könnte das Kapitel FCN für den kroatischen Jugendnationalspieler endgültig beendet sein.
Nicht „auf gewissem Level“ laut Klose
In der vergangenen Saison kam Kusanovic fast ausschließlich in der U23 zum Einsatz und präsentierte sich gerade zum Saisonende form- und abschlussstark – offenbar allerdings nicht mit genügend Argumenten, um sich für die Profis zu empfehlen. Seine letzter und bislang einziger Einsatz in der 2. Bundesliga liegt bereits 15 Monate zurück.
Nach seiner Teilnahme an der U19-EM durfte der Angreifer im Sommer nicht mit ins Trainingslager reisen. „Da haben wir uns klar dafür entschieden, dass es besser ist, dass er wieder eine Heimat hat und nicht zwischen den Mannschaften springt“, begründete Klose die Entscheidung. Die Leistungen seien noch nicht „auf dem gewissen Level“.
Rückkehr zum FCN ungewiss
Diese Heimat wird in der kommenden Saison nun zunächst der SV Ried sein. „Wir wissen sein Alter und wissen, dass es eine Männermannschaft war. Da braucht er einfach noch ein bisschen Adaption“, erklärte Klose kürzlich im Trainingslager.
Diesen nächsten Entwicklungsschritt soll Kusanovic nun in Österreich gehen. Ob er anschließend noch einmal zum 1. FC Nürnberg zurückkehrt, erscheint angesichts der vereinbarten Kaufoption zumindest fraglich.


