Überlegener FCN
Das Duell mit dem 1. FC Nürnberg war für Braunschweigs Trainer Lars Kornetka das dritte als Cheftrainer der Eintracht. Gegen Düsseldorf und Hannover konnten die abstiegsgefährdeten Löwen jeweils eine gute Leistung abliefern. Beim Aufeinandertreffen mit dem FCN war das in der ersten Halbzeit jedoch nicht der Fall. „Wir haben Nürnberg zu viel Raum gelassen und haben sie zu wenig von unserem Tor weggehalten“, analysierte Kornetka am Sky-Mikrofon.
Dass der Club durch Rabby Nzingoula mit einer 0:1-Führung in die Pause ging, war entsprechend verdient. „Ansonsten ist er sehr kontrolliert, analytisch und fachlich“, zeigte sich Braunschweigs Coach bislang sehr sachlich. Laut BTSV-Kapitän Ron-Thorben Hoffmann änderte sich das gegen Nürnberg erstmals in der Halbzeit. „Ich habe ihn heute das erste Mal aus dem Sattel gehen sehen.“ Kornetka wurde in der Halbzeit lauter, was sein Torwart als richtig empfand: „Du kannst mal einen schlechten Tag haben. […] Aber gib mir Emotionen, gib mir irgendwas. Das war einfach zu wenig.“
Zu wenig Fußball
Die Ansprache des 48-Jährigen schien Wirkung zu zeigen. Nach der Pause verschwand die Überlegenheit der Franken zunehmend. „In der zweiten Halbzeit haben wir noch weniger Fußball gespielt“, war FCN-Trainer Miroslav Klose damit nicht zufrieden. „Es ging heute bei beiden Mannschaften um sehr viel“, betont der Weltmeister von 2014 die Bedeutung des Spiels. Was er bei seiner Mannschaft in den zweiten 45 Minuten ebenfalls vermisste, war das Gewinnen von zweiten Bällen: „Heute waren zweite Bälle sehr, sehr wichtig. Wer die aufgesammelt hat, hatte entsprechend eine Torchance.“
Leistungsgerecht
Auf der anderen Seite war Kornetka mit der Reaktion seiner Mannschaft zufrieden. „Da haben wir das Spiel auf den Platz gebracht, das wir wollten“, war er mit dem relativ wilden Spiel in der zweiten Halbzeit einverstanden und sah, dass die Heimmannschaft „viele Momente“ für sich gestalten konnte. Mit dem Ergebnis war er im Nachgang nicht ganz zufrieden – „trotzdem ist ein Punkt wichtig.“
Der 1. FC Nürnberg dürfte indessen vor allem mit der zweiten Halbzeit nicht zufrieden gewesen sein, kann mit nun 37 Punkten aber dennoch auf den achten Tabellenrang klettern – von wo aus der Vorsprung auf den Relegationsplatz 16 mittlerweile acht Zähler beträgt. „Wir schauen auf uns und bleiben bei uns. Wir gehen in jedes der restlichen sechs Spiele mit dem Ziel, es gewinnen zu wollen. Denn in uns steckt Potenzial und das wollen wir zeigen“, gibt FCN-Kapitän Fabio Gruber via fcn.de die Devise für die restlichen Spiele vor.


