FCN-Kapitän Reichert nach Remis: „Es ist ja auch schön, zu träumen“

Wen der Torwart des 1. FC Nürnberg als „Weltklasse“ bezeichnet – und warum Demut entscheidend ist.

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Foto: DO IT NOW Media

Gerechtes Remis?

Im vierten Ligaspiel kann der 1. FC Nürnberg erstmals nicht alle drei Punkte mit nach Hause nehmen. Beim zuvor Tabellenletzten Holstein Kiel muss sich der FCN nach einer spannenden Partie mit dem 2:2 begnügen. „Der letzte Punch wahrscheinlich in der Schlussphase“, hat Kapitän Jan Reichert zufolge gefehlt, um den nächsten Sieg einzufahren. Dennoch analysierte er im Nachgang am Sky-Mikrofon, dass das Ergebnis „in Ordnung geht“, da es auf beiden Seiten viele Chancen gab und somit beide Teams das Spiel für sich hätten entscheiden können.

Weltklasse

Ein besonderes Lob hatte der FCN-Torwart für die im ausverkauften Gästeblock mitgereisten Nürnberger Fans übrig: „Dass sie so einen weiten Weg auf sich nehmen, das ist Weltklasse. Weil sie uns hier tatkräftig unterstützen und das bringt uns auch richtig nach vorne.“ Dass nach dem Saisonstart die Euphorie unter den Clubanhängern riesig ist, hat der 25-Jährige natürlich längst mitbekommen – und möchte sie auch nicht bremsen: „Das darf ja auch jeder. Es ist ja auch schön, zu träumen.“

Demut

Gleichzeitig betont Reichert, dass die Spieler sich dadurch nicht beirren lassen dürfen: „Wir tun gut dran, auf dem Boden zu bleiben und das richtig einzuordnen.“ Um erfolgreich zu sein, benötige es „ein gewisses Selbstverständnis, aber auch eine gewisse Demut“. Ohne dies wäre es auch nicht möglich gewesen, bei einem „so guten Gegner“ wie Kiel zurückzukommen.

„Deswegen sind wir froh, dass wir den Punkt mitnehmen und nach vier Spieltagen ungeschlagen sind“, ist Nürnbergs Rückhalt bis hierhin zufrieden, sieht aber noch einen weiten Weg vor sich und seiner Mannschaft: „Aber wie gesagt, wir müssen auf dem Boden bleiben, müssen Woche für Woche hart arbeiten im Training. Und es uns erarbeiten, die Spiele am Wochenende zu ziehen.“