Zoma-Verletzung
Das Spiel zwischen dem 1. FC Nürnberg und Energie Cottbus lieferte reichlich Gesprächsstoff. Das größte Thema dürfte zumindest auf Nürnberger Seite die Verletzung von Mohamed Ali Zoma gewesen sein. In der 6. Minute fiel der Italiener nach einem Zweikampf auf die Schulter, versuchte anschließend aber noch weiterzuspielen. Nach rund 30 Minuten musste er das Feld schließlich unter Tränen verlassen.
Unmittelbar nach Abpfiff gab der Club bekannt, dass sich der 22-Jährige die Schulter ausgekugelt hatte. Genauere Untersuchungen sollten Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben.
Klarheit
Mittlerweile herrscht Gewissheit – und die Nachrichten sind aus Nürnberger Sicht alles andere als erfreulich. „Eine Operation an der Schulter ist notwendig, Momo wird dem FCN somit mindestens bis zur Winterpause fehlen“, teilte der Verein auf seiner Website mit.
Damit wird Zoma in jedem Fall die verbleibenden acht Ligaspiele in diesem Kalenderjahr sowie das Pokalspiel in Leverkusen verpassen. Der operative Eingriff soll zeitnah erfolgen. „Momo hat unsere volle Unterstützung bei diesem notwendigen Schritt“, kommentierte Nürnbergs Sportvorstand Joti Chatzialexiou.
Herber Dämpfer
„Miro hat es bereits unmittelbar nach dem Spiel gesagt: Wir haben Qualität im Kader und gute Jungs, die sich nun noch mehr zeigen können“, verwies Chatzialexiou gleichzeitig auf die vorhandene Kaderbreite. Entsprechend dürfte die Hoffnung bestehen, dass sich Spieler wie William Bøving oder Rafael Lubach nun umso mehr in den Vordergrund spielen können.
Dennoch ist die Verletzung und vor allem die lange Ausfallzeit ein herber Dämpfer für den Club. Schließlich hatte auch Trainer Miroslav Klose nach dem Spiel in Cottbus betont, dass man den Rechtsfuß nicht eins zu eins ersetzen könne – schon gar nicht auf demselben Niveau.
Wie schwer der Ausfall wiegt, werden die kommenden Wochen zeigen. Mit Zoma verliert der FCN schließlich seinen bislang erfolgreichsten Torschützen und einen seiner wichtigsten Unterschiedsspieler. Erschwerend kommt hinzu, dass mit Finn Ole Becker ein weiterer wichtiger Offensivakteur womöglich bis zum Jahresende fehlen wird.
Nach dem starken Saisonstart steht die Klose-Elf damit vor der Herausforderung, ihre offensive Durchschlagskraft auch ohne zwei wichtige Leistungsträger aufrechtzuerhalten.


