FCN: „Er hat ein Näschen für Situationen“ – Lässt Klose Haugen im Pokal los?

Beim 1. FC Nürnberg kam der Angreifer bislang nur als Joker zum Zug.

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Haugen bislang nur Joker beim FCN

Ablösefrei konnte der 1. FC Nürnberg im Sommer Sigurd Haugen vom TSV 1860 München als Verstärkung für den Sturm verpflichten. Nach zehn Pflichtspielen spielt der Sommerneuzugang allerdings noch eine untergeordnete Rolle beim FCN. Nachdem ihn zu Saisonbeginn zunächst ein Infekt ausgebremst hatte, kam er seither nicht am gesetzten Piet Scobel vorbei. So stehen für den norwegischen Angreifer bislang lediglich Kurzeinsätze zu Buche.

Haugen „macht viele Tore“

Dass Haugen trotz seiner geringen Spielzeit von 78 Minuten bereits zu fünf Abschlüssen kam, spricht für die Aktivität, die er ins Nürnberger Angriffsspiel bringen kann. Auch bei der jüngsten 0:1-Niederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern sorgte der Joker für frischen Wind und brachte mit seinen Tiefenläufen Unruhe in die gegnerische Defensive. „Ich bin zufrieden. Er trainiert gut und macht viele Tore“, ist Miroslav Klose mit dem 29-Jährigen einverstanden.

Seine Treffsicherheit aus dem Training muss Haugen allerdings erst noch auf den Platz übertragen. „Jetzt muss im Spiel mal der Ball so liegen, dass er ein Tor macht“, erklärte der FCN-Trainer. Zugleich hob Klose die Laufwege des Norwegers hervor, der seine Qualitäten gegen den FCK auch an der Seite von Scobel andeutete: „Aber er ist gut, drumherum und als Tiefenläufer. Er hat schon ein Näschen für Situationen.“

Klose erwägt Rotation

Qualitäten, die nun ausgerechnet im DFB-Pokal am Mittwoch gefragt sein könnten? Schließlich dürfte Bayer Leverkusen angesichts seiner Favoritenrolle und Spielweise über weite Strecken das Kommando übernehmen. Dadurch könnten sich hinter der Abwehr der Werkself Räume ergeben, die geradezu prädestiniert für Haugens Spielweise wären.

Zumindest schloss Klose nicht aus, dass es in der anstehenden englischen Woche zu personellen Veränderungen kommen könnte. „Muss ich schauen. Verdient hätten es viele Spieler. Das müssen wir nach Gefühl machen, weil Sonntag das nächste Spiel ist“, erklärte der FCN-Trainer mit Blick auf das anschließende Auswärtsspiel beim FC St. Pauli.

Haugens Chance?

In einer Partie, in der es für den Club womöglich häufiger darum gehen wird, die Räume hinter der gegnerischen Abwehr zu bespielen, statt wie zuletzt in der 2. Bundesliga einen tief stehenden Gegner zu knacken, könnte es durchaus sinnvoll sein, Haugen mehr Spielzeit zu geben.

Zumal der 1,87 Meter große Rechtsfuß nicht nur mit seinen Tiefenläufen, sondern auch als Anspielstation im Sturmzentrum helfen kann, indem er Bälle festmacht. Die Grundlage für mehr Einsatzminuten scheint er mit seinen Trainingsleistungen jedenfalls zu liefern. Ob Klose ihm bereits in Leverkusen eine größere Rolle zutraut, bleibt abzuwarten.