FCN: Chatzialexiou erklärt Ceresoli-Transfer: „Hätten auch andere Kandidaten holen können“

Eine Verpflichtung des 1. FC Nürnberg, die auch als indirektes Lob an Eric Porstner verstanden werden darf.

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FCN verpflichtet Linksverteidiger spät

Obwohl der Abgang von Berkay Yilmaz schon lange bekannt war, brauchte der 1. FC Nürnberg lange, um einen Neuzugang für die Linksverteidigerposition zu verpflichten. Erst Anfang August – und damit zum Ende der Vorbereitung und kurz vor dem Saisonstart – konnte Vollzug gemeldet und die Verpflichtung von Andrea Ceresoli bekannt gegeben werden. Für kolportierte 500.000 Euro kam der 23-jährige Italiener von der U23 Atalanta Bergamos, die in der drittklassigen Serie C spielt.

„Hätten auch andere Kandidaten holen können“

Insofern verpflichtete der FCN einen Spieler, der bis auf sieben Serie-B-Einsätze noch über kaum Zweitligaerfahrung verfügt. Eine bewusste Entscheidung, wie Joti Chatzialexiou offenbart. Denn der Sportvorstand meint: „Wir hätten auch andere Kandidaten holen können. Wir haben bewusst mit Andrea Cereseoli jemanden gewählt, der aus der Serie C kommt und dem wir das auch zutrauen, dass er in der 2. Liga spielen kann und eine Entwicklung nimmt, aber der jetzt kein Star ist, der das Selbstverständnis hat, immer zu spielen.“

Porstner-Konkurrent auf Augenhöhe

Heißt: Dieser Transfer ist durchaus auch als indirekte Wertschätzung gegenüber Eric Porstner zu verstehen, der derzeit die Nummer eins auf der linken Abwehrseite des Clubs ist. „Sondern, dass es wirklich ein fairer Zweikampf ist, weil wir bei Eric gesehen haben, dass er in der letzten Saison alles gegeben hat und sehr viele gute Trainingseinheiten hatte“, lobt der Sportvorstand das Eigengewächs, das dies nicht nur in der Sommervorbereitung, sondern nun auch zum Saisonstart bestätigen konnte. Deshalb entschied sich der FCN dazu, dem 19-Jährigen keinen unangefochtenen Stammspieler vorzusetzen und stattdessen einen Konkurrenten auf Augenhöhe zu holen.

Klose zufrieden mit Porstner

Eine Entscheidung, die sich Stand heute auszahlt. Schließlich lobte Miroslav Klose seinen Youngster bei der BILD: „Eric macht das momentan wirklich top. [..] Hoffen wir mal, dass Eric das lang genug halten kann.“ Und sollte es doch einmal zu einer Leistungsdelle kommen, hat der Club nach eigener Einschätzung einen Spieler in der Hinterhand, der mindestens ein ähnliches Niveau abliefern soll. „Andrea trainiert richtig gut. Wir haben mit ihm ja ein anderes Profil geholt, ein bisschen kleiner, feiner und ein bisschen technisch besser. Aber das ist auch für uns als Trainerteam gut. So haben wir, wenn mal was passiert, keine Bauchschmerzen, ihn zu bringen“, so der FCN-Trainer.

Porstner mit Nase vorn

Eric Porstner scheint in diesem „fairen Zweikampf“ gegenüber Andrea Ceresoli derzeit klar die Nase vorn zu haben. Wenngleich dies sicherlich auch damit zusammenhängt, dass der Neuzugang erst spät nach Nürnberg kam und in den vergangenen Wochen Trainingsrückstand aufzuholen hatte. Insofern dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis auch er seine ersten Minuten beim Club erhält und die von Klose angesprochenen Qualitäten zeigen darf. Das wiederum würde den Konkurrenzkampf auf der Linksverteidigerposition ganz nach dem Geschmack des Trainers weiter anheizen.