Sechser im Auge
Lange Zeit sah es beim 1. FC Nürnberg in der Sommertransferperiode so aus, als würde man einen weiteren Spieler für das defensive Mittelfeld verpflichten. Schließlich deklarierte der FCN ursprünglich Rajmund Toth als Wunschspieler, konnte sich nach langen Verhandlungen aber nicht mit dessen damaligem Verein ETO FC einigen, sodass es ihn mittlerweile in die Türkei zu Konyaspor zog.
„Da haben wir tatsächlich gesucht“, bestätigt Nürnbergs Sportvorstand Joti Chatzialexiou die Suche nach einem weiteren Spieler für die Position, wenngleich er seine Mannschaft mit Adam Markhiyev und Javier Fernandez bereits gut besetzt sieht: „Wir haben zwei sehr, sehr gute Sechser. Und haben trotzdem immer wieder die Augen offengehalten.“
Wintertransfer?
Einer der Namen, die ebenfalls rund um den Club kursierten, ist Felipe Obradovich. Auch der 19-Jährige gilt als Sechser. Ein Deal kam bislang aber nicht zustande. Bereits argentinische Medien berichteten, dass ein Wechsel erst im Winter erfolgen könnte.
„Obradovich, der jetzt auch zuletzt in aller Munde war, war nie schon für den Sommer vorgesehen. In den Verhandlungen ging es immer um einen Wintertransfer“, bestätigt Chatzialexiou dieses Vorhaben.
„Deswegen haben wir da auch keinen Druck“, bleibt der frühere DFB-Funktionär bei dieser Personalie entsprechend gelassen. Gleichzeitig scheint der Argentinier für den Club weiterhin ein spannender Spieler zu sein, den man nach wie vor im Winter verpflichten könnte – wohl, um ihn anschließend behutsam aufzubauen und idealerweise zur kommenden Saison bereits voll und ganz in Nürnberg angekommen zu sein. „Wir werden weiterhin schauen, ob sich die Möglichkeit ergibt“, sagt Chatzialexiou – und lässt damit die Tür für Obradovich offen.


