FCN an nächstem Flügeldribbler interessiert – Präsident bestätigt

Es scheint sich beim 1. FC Nürnberg ein klares Beuteschema herauszukristallisieren.

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Foto: DO IT NOW Media

Nächster Dribbler für den FCN?

Offenbar hat sich der 1. FC Nürnberg zum Ziel gesetzt, in der kommenden Saison vor allem über die Außenbahnen gefährlicher zu werden. Nach dem kolportierten Interesse an Alexander Nollenberger und dem bereits offiziellen Transfer von Rayan Ghrieb – beide vom 1. FC Magdeburg – nimmt der FCN nun offenbar den nächsten Flügeldribbler ins Visier.

FCN-Interesse bestätigt

Wie die Lausitzer Rundschau berichtet, möchte der Club Can Moustfa von Energie Cottbus loseisen. Das bestätigte FCE-Präsident Sebastian Lemke auf Nachfrage: „Wir wissen vom Interesse des 1. FC Nürnberg an Can Moustfa und befinden uns dazu auch in Gesprächen.“

Von einem zeitnahen Vollzug sei man allerdings noch entfernt: „Allerdings gibt es da bei Weitem noch keine Einigung, weil für einen Transfer auch eine Ablöse fließen müsste.“ Heißt offenbar: Die Nürnberger und der Zweitligaaufsteiger konnten sich bislang noch nicht auf eine Summe verständigen.

Lemke betont entsprechend den Wert seines Spielers: „Can hat bei uns ein gutes erstes Jahr im Profi-Fußball gespielt und wir wissen um seinen Marktwert.“

Frecher Joker – Wollitz-Lob

Doch wer ist Moustfa eigentlich? Erst vor dieser Saison wechselte der 21-Jährige vom Oberligisten Rot Weiss Ahlen nach Cottbus. Dort kam er in 27 Drittligaeinsätzen auf zwei Tore und eine Vorlage.

Trainer Claus-Dieter Wollitz setzte den Youngster meist als Joker ein, brachte ihn 26-mal von der Bank und nur einmal von Beginn an. Gerade mit seiner Dynamik im Eins-gegen-eins sorgte Moustfa in Schlussphasen immer wieder für Wirbel.

Seine über sieben Dribblingversuche pro 90 Minuten sind sogar der viertbeste Wert der 3. Liga unter allen Spielern mit mindestens 15 Einsätzen – und erinnern damit durchaus an FCN-Neuzugang Rayan Ghrieb, der in der abgelaufenen Zweitligasaison ebenfalls zu den aktivsten Dribblern zählte.

Entsprechend schwärmte Wollitz im November von seinem Offensivspieler: „Wenn wir das hinkriegen, diesen Spagat zwischen dem Körperlichen und der Unbekümmertheit, dieser Frechheit, wird Energie Cottbus viel Freude haben – oder sehr viel Geld verdienen.“

Und weiter: „Er kann nach innen gehen, kann nach außen gehen, ist extraklasse.“

Passt ins FCN-Beuteschema

Obwohl Moustfa bislang noch kein einziges Jahr als Stammspieler im Profi-Fußball vorzuweisen hat, könnte er Energie Cottbus nun bereits im Sommer eine ordentliche Ablöse einbringen – ganz so, wie es Wollitz einst andeutete.

Und gleichzeitig würde der Transfer einmal mehr zeigen, wonach der 1. FC Nürnberg aktuell offenbar gezielt sucht: nach offensiven Flügelspielern mit Qualitäten im Eins-gegen-eins.