FCN: 3 aus 0,18 – Markhiyevs verrückte Zahl

Beim 1. FC Nürnberg stimmt die Effizienz – und ein neuer Karriererekord ist dafür das beste Beispiel.

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Foto: DO IT NOW Media

Ungewöhnliche Ballverluste

Seitdem Adam Markhiyev vor gut einem Jahr zum 1. FC Nürnberg wechselte, gab es nur wenige Partien, in denen er nicht überzeugen konnte. Auch bei der letzten FCN-Partie, dem 2:2 in Kiel, konnte der finnische Nationalspieler viele starke Aktionen auf seiner Habenseite verbuchen.

Dennoch schlich sich mit fortlaufender Spieldauer auch der ein oder andere ungewöhnliche Fehler bei ihm und seinem Nebenmann Javier Fernandez ein. Markhiyev verzeichnete am Ende 24 Ballverluste – und damit die meisten der Partie. Auch seine Passquote von 74 Prozent war für seine Verhältnisse ungewöhnlich niedrig. Schließlich war sie im Clubtrikot lediglich einmal noch geringer.

Drei Tore

Trotz dieser Fehler war der zentral-defensive Mittelfeldspieler einmal mehr an vielen guten Nürnberger Aktionen beteiligt. Eine neue Qualität scheint dabei seine Treffsicherheit zu sein. Sein Tor zur 0:1-Führung war bereits der dritte Saisontreffer des 24-Jährigen.

In der Vorsaison traf er lediglich einmal für den Club – per Elfmeter. Auch ansonsten konnte er noch nie zuvor in einer Ligasaison mehr als zwei Tore erzielen. Damit hat er seinen persönlichen Karriererekord bereits nach dem vierten Spieltag aufgestellt.

Auch FCN-Trainer Miroslav Klose lobte ihn dafür nach dem Spiel bei Sky: „Er bringt die Dinge mal aufs Tor, dann muss der Torwart ihn erst mal halten.“

Effizient

Außergewöhnlich ist dennoch, aus wie wenig Torgefahr Markhiyev seine drei Tore erzielen konnte. Lediglich 0,18 Expected Goals weist er laut den offiziellen Zahlen der Bundesliga bislang auf – und traf daraus dreimal.

Zum Vergleich: William Böving, der gegen Kiel sein Debüt für den Club feierte, hatte allein in seinen rund 30 Minuten Einsatzzeit bei den Störchen einen xG-Wert von 0,21 – und damit mehr als Markhiyev in der gesamten Saison. Der traf daraus allerdings bereits dreimal.

Auch wenn der 1. FC Nürnberg gegen Kiel erstmals einige klare Chancen liegen ließ, ist man ansonsten sehr effizient unterwegs. Die 13 Saisontore sind über vier Treffer mehr, als Chancenqualität und -quantität erwarten ließen. Effizienter ist bis hierhin lediglich der Tabellenführer aus Berlin.

Dass der Club durchschnittlich nur fünf Schüsse für einen Treffer benötigt, hängt dabei sicherlich auch mit Markhiyevs bislang phänomenaler Ausbeute zusammen. Seine drei Tore aus gerade einmal 0,18 xG dürften allerdings kaum dauerhaft auf diesem Niveau bleiben.

Klose freut sich dennoch über die neue Qualität: „Wenn sie den Rückraum ein bisschen offen lassen und du hast dann auch bei Fernschüssen nochmal so eine Waffe, dann ist das schon gut.“