FC Magdeburg droht Nürnberger Horrorszenario

Ein Blick in die Historie des 1. FC Nürnberg könnte Sorgen bereiten.

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Foto: DO IT NOW Media

34. Spieltag voller Spannung in der 2. Bundesliga

Mit dem 34. Spieltag erreicht die spannende 2. Bundesliga ihren Höhepunkt. Während bei der Hälfte aller 18 Mannschaften die Ligazugehörigkeit für die kommende Saison noch nicht geklärt ist, befindet sich der 1. FC Nürnberg unter den neun Teams, für die es am letzten Spieltag um nichts mehr geht – wenngleich der FCN mit dem Auswärtsspiel bei Hannover 96 dennoch eine wichtige Rolle spielt.

Schließlich kämpfen die Niedersachsen als Tabellendritter mit 59 Punkten um den Aufstieg in die Bundesliga. Davor und dahinter befinden sich die punktgleichen SV Elversberg und der SC Paderborn.

Entspannteste Ausgangslage für den 1. FC Magdeburg?

Die vermeintlich entspannteste Ausgangslage unter allen neun Mannschaften, für die es noch um die Ligazugehörigkeit geht, besitzt der 1. FC Magdeburg im Kampf um den Klassenerhalt. Zwar beträgt der Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz, den aktuell Arminia Bielefeld innehat, lediglich drei Punkte. Allerdings stehen noch drei Mannschaften zwischen der Arminia und dem zwölfplatzierten FCM.

Außerdem halten die Sachsen-Anhalter mit einem Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern umso mehr die eigenen Trümpfe in der Hand. Eine Ausgangslage, aus der ein Absturz auf Rang 16 äußerst unwahrscheinlich erscheint.

Blick in die FCN-Historie bereitet Sorgen

Ein Blick in die Historie des 1. FC Nürnberg dürfte dem 1. FC Magdeburg allerdings dennoch zu denken geben. Schließlich fanden die Franken in der Bundesligasaison 1998/1999 eine sehr ähnliche Ausgangslage vor dem letzten Spieltag vor: Damals rangierte der FCN ebenfalls auf Rang zwölf – ebenfalls mit drei Punkten Vorsprung auf den damaligen direkten Abstiegsplatz 16, ebenfalls mit einem Heimspiel im Rücken und sogar mit einer um fünf Tore besseren Tordifferenz auf den ersten Abstiegsplatzinhaber Eintracht Frankfurt.

„Schwarzer Samstag“

Das Ende ist hinlänglich bekannt: Die Ergebnisse des letzten Spieltags entwickelten sich allesamt gegen den FCN. Es folgte der dramatische Absturz um vier Tabellenplätze und der damit verbundene Abstieg – bis heute als „schwarzer Samstag“ in Clubkreisen bekannt.

Apropos „Club“: Damit wäre auch die letzte Parallele zwischen dem FCN und dem FCM erfüllt. Schließlich nennen sich beide Vereine selbst „Club“.

Vermeintlich unrealistisches Szenario

Insofern sollte der 1. FC Magdeburg trotz der komfortablen Ausgangslage gewarnt sein, um nicht dem Nürnberger Horrorszenario zu verfallen und am letzten Spieltag doch noch auf Rang 16 abzurutschen.

Hierfür müsste der FCM sein Heimspiel verlieren, Arminia Bielefeld gegen Hertha BSC gewinnen, Fortuna Düsseldorf bei der SpVgg Greuther Fürth siegen, Eintracht Braunschweig auf Schalke gewinnen und Dynamo Dresden mindestens einen Punkt gegen Holstein Kiel holen. Ein Szenario, das zwar unrealistisch erscheint, in dieser verrückten Zweitligasaison aber wohl nicht komplett ausgeschlossen werden sollte.

Was dem 1. FC Magdeburg im Gegensatz zum 1. FC Nürnberg 1999 immerhin noch bliebe: die Chance auf die Rettung über die Relegation. Denn der direkte Abstieg ist bereits ausgeschlossen.