Ex-FCN-Trainer Köllner ist nach Bundesliga-Abstieg „unfassbar traurig“

Der ehemalige Trainer des 1. FC Nürnberg spricht nach dem bitteren Saisonfinale über seine Zukunft.

1. FC Nürnberg FCN News Analyse Michael Köllner
Screenshot: Youtube/ At Broski - Die Sport Show

Nicht geschafft

Nachdem er in Deutschland im Profibereich den 1. FC Nürnberg, den TSV 1860 und den FC Ingolstadt trainierte, heuerte Michael Köllner zum Jahresbeginn 2026 erstmals in Österreich an. Er übernahm den FC Blau-Weiß Linz. „Der volle Fokus gilt dem Klassenerhalt und hierfür wollen wir alle Kräfte bündeln“, erhoffte man sich durch die Einstellung des ehemaligen FCN-Trainers noch den Klassenerhalt in der österreichischen Bundesliga.

Tatsächlich konnte der ehemalige Aufstiegstrainer des Clubs zwischenzeitlich für eine klare Trendwende sorgen. Vor wenigen Wochen konnte man innerhalb einer Woche zweimal in Folge mit 3:0 gewinnen und erstmals seit Monaten den letzten Platz loswerden. Da man zuletzt aus zwei Spielen aber nur einen Punkt einfahren konnte, stand am letzten Spieltag der Showdown gegen den Grazer AK an. Linz verlor jedoch am Samstag das allesentscheidende Heimspiel mit 0:3 und stieg dadurch aus der Bundesliga ab, mit einem Sieg wäre man gerettet gewesen.

Leere und Trauer

„Wir haben unheimlich viel investiert, seitdem ich hier bin. Von daher sind wir unfassbar traurig“, war auch Köllner am Sky-Mikrofon danach merklich geknickt. „Ich bin noch nie abgestiegen, das hatte ich auch nicht erwartet“, war er zuversichtlich, die Liga halten zu können, wollte der Mannschaft – trotz einer schwachen Leistung im letzten Saisonspiel – aber keine großen Vorwürfe machen: „Ich bin der Mannschaft dennoch dankbar, was sie geleistet hat.“

„Ausgerechnet zum ungünstigsten Zeitpunkt machten die Linzer eines ihrer schlechtesten Spiele der Saison“, analysierte Peter Stöger, der ehemalige Köln- und Dortmund-Trainer. Auch er war jedoch der Meinung, dass der Klassenerhalt nicht in der Amtszeit Köllners (Punkteschnitt 1,13) verspielt wurde – sondern im Herbst, als man beispielsweise zwischenzeitlich sieben Spiele in Folge verlor.

Zukunft offen

Ob Köllner den Weg in die 2. Liga mitgehen wird, wollte er nach dem Abstieg noch nicht beantworten: „Das ist jetzt heute kein Thema. Schon in der Vergangenheit hat der Verein mit mir diesbezüglich Gespräche geführt. Es ist jetzt aber der falsche Zeitpunkt, das muss man erst mal sacken lassen. […] Was mit mir persönlich ist, wird man dann sehen.“

Als Sofortmaßnahme will der 56-Jährige zunächst „Laufen und Sport treiben bis zum Umfallen“, richtet den Blick aber dennoch nach vorne: „Fußball ist immer Auf und Ab, man muss wieder aufstehen. Wenn das ein Verein kann, dann kann es auf jeden Fall Blau-Weiß Linz.“