Ex-FCN-Talent schießt Würzburg in die 3. Liga

„Sehr viel Potenzial“ attestierte ihm Dieter Hecking einst beim 1. FC Nürnberg. Nach schwierigen Jahren scheint der Stürmer nun wieder auf dem Weg nach oben.

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Foto: FCN

Aufstieg

Da die U23 des 1. FC Nürnberg als Meister der Regionalliga Bayern auf einen möglichen Aufstieg in die 3. Liga verzichtete, durften die Würzburger Kickers als Tabellenzweiter die Relegation spielen. Dabei war es unter anderem ein ehemaliger FCN-Spieler, der am Ende maßgeblich daran beteiligt war, dass man sich gegen Lok Leipzig durchsetzen konnte. Nach dem 1:0-Hinspielsieg konnten sich die Unterfranken im Rückspiel mit 2:1 durchsetzen. Den ersten Treffer erzielte dabei mit Jermain Nischalke ein Spieler, der von 2022 bis 2023 für den FCN auflief.

„Sehr viel Potenzial“

Als Nischalke damals von der U19 des FC Magdeburg in die Nürnberger U23 wechselte, dauerte es nicht lange, bis sich der großgewachsene Stürmer in den Fokus spielen konnte. 18 Tore und 7 Torvorlagen steuerte er in seiner ersten Regionalliga-Spielzeit bei. Das führte unter anderem dazu, dass er zwischenzeitlich auch viermal für die Profis auflaufen durfte und einen Profivertrag erhielt. „Sehr viel Potenzial“, attestierte ihm damals unter anderem der damalige Sportvorstand Dieter Hecking. „Jermain hat das Werkzeug, ein richtig guter Stürmer zu werden“, lobte Sportdirektor Olaf Rebbe.

Nachdem Nischalke unter dem damaligen Trainer Markus Weinzierl beispielsweise sogar das Frankenderby in Fürth von Beginn an spielen konnte, verlief seine Karriere danach aber nicht wie erwünscht weiter. Der mittlerweile 23-Jährige landete später wieder in der U23 des Clubs und wurde daraufhin zur U23 von Borussia Dortmund verliehen. „Jermain Nischalke soll sich in der 3. Liga auf höherem Niveau weiterentwickeln und Erfahrungen sammeln, um danach gestärkt zum Club zurückzukommen“, schrieb der FCN damals auf seiner Website.

In Top-Form

Dieser Plan funktionierte so jedoch nicht. Beim BVB spielte Nischalke so gut wie gar keine Rolle (nur ein Startelfeinsatz) – und auch seine darauffolgenden Stationen in Homburg und Bayreuth, jeweils in der Regionalliga, verliefen weniger erfolgreich.

Vor dieser Spielzeit schloss sich der gebürtige Berliner den Würzburger Kickers an – und wurde dort im Saisonendspurt zur entscheidenden Figur. Acht seiner 15 Saisontreffer erzielte er an den letzten vier Spieltagen und scheint seiner zwischenzeitlich ins Stocken geratenen Karriere durch den Aufstieg wieder neuen Schwung verliehen zu haben.