Besonderer Verein
2019 wechselte Dustin Forkel aus der Jugend des FC Coburg zum 1. FC Nürnberg. Beim FCN durchlief er die U15, U17 und U19 – und stach dort jeweils mit vielen Torbeteiligungen heraus. Auch für die U23 in der Regionalliga Bayern fand er sich schnell zurecht. Der Sprung in die Zweitligamannschaft des Clubs sollte ihm jedoch nicht gelingen. Unter anderem Verletzungen warfen den 21-Jährigen zurück, der in der vergangenen Saison nach Regensburg und Schweinfurt in die 3. Liga verliehen wurde – dort aber ohne Torbeteiligung blieb.
„Der Abschied fällt mir nicht leicht, denn der 1. FC Nürnberg wird für immer einen Platz in meinem Herzen haben“, machte er keinen Hehl daraus, dass der Wechsel zu Rot-Weiß Erfurt kein leichter war.
Von Klose gelernt
Im Interview mit der Thüringer Allgemeinen spricht er unter anderem darüber, was er von FCN-Trainer Miroslav Klose gelernt habe. „Viel“, konnte er offenbar einiges aufschnappen. „Wie man zum Ball steht, den Gegner abschirmt, das ganze Spielfeld scannt, Kopfball, Torschuss“, zählt er einige Beispiele auf, die ihm der Weltmeister von 2014 beibrachte – und fällt ein positives Fazit: „Er hat jede Baustelle bearbeitet.“
Der Offensivspieler, der sich eigenen Aussagen zufolge auf dem Flügel und im Sturmzentrum gleichermaßen wohlfühlt, sieht bei sich aber auch noch einige Themen, die es zu verbessern gilt: „Ruhe am Ball, das Spiel lesen, Technik.“
Kein Rückschritt
Dass er nach neun Zweitliga- und 21 Drittligaeinsätzen nun in die Regionalliga Nordost wechselt, sieht er aber nicht als Rückschritt: „Ein Rückschritt ist es auf keinen Fall, die Liga hat eine gute Qualität. Ich hoffe, dass wir oben mitspielen können.“
Beim Tabellenfünften der Vorsaison möchte der schnelle Rechtsfuß wieder zu alter Form und Treffsicherheit zurückfinden: „Ich hoffe, dass ich mit meinen Qualitäten der Mannschaft helfen kann. Aber ich fühle keinen Druck, will einfach frei von der Seele rausspielen.“
Die ersten Einheiten in neuer Umgebung stimmen Forkel dahingehend zuversichtlich. „Ich fühle mich wohl. Ich wurde sehr herzlich aufgenommen“, freut er sich über den Start in Erfurt.
Unabhängig davon wird der 1. FC Nürnberg für ihn immer ein besonderer Verein bleiben. Schon bei seinem Abschied brachte er dies auf den Punkt: „Der Club war für mich weit mehr als nur ein Verein – er war mein zweites Zuhause.“


