Gescheitert
Im April 2019 übernahm Robert Palikuca beim 1. FC Nürnberg das Amt des Sportvorstandes. „Der Club ist ein großer Traditionsverein mit vielen Emotionen und viel Leidenschaft, den es gilt, mittelfristig in der Bundesliga zu etablieren“, äußerte er sich damals über seine Ziele beim FCN.
Der gewünschte Erfolg blieb jedoch aus. Die beiden von ihm installierten Trainer Damir Canadi und Jens Keller waren schnell wieder Geschichte. Am Ende der Spielzeit 2019/20 konnte der FCN den Abstieg in die 3. Liga nur denkbar knapp und auf dramatische Art und Weise in der Relegation gegen den FC Ingolstadt verhindern.
Daraufhin trennte sich der Club von Palikuca – und installierte kurze Zeit später Dieter Hecking als dessen Nachfolger. „Wir danken Robert Palikuca für die Zusammenarbeit und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute. Nach einer offenen und sachlichen Analyse haben wir uns gemeinsam dazu entschieden, die Zusammenarbeit zu beenden“, kommentierte der damalige Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Thomas Grethlein damals.
Dritte Station
Daraufhin war Palikuca als Sportdirektor bei HNK Rijeka (06/21 bis 08/22) sowie als Technischer Direktor bei Aris Saloniki (02/23 bis 08/23) tätig – und damit seit gut zwei Jahren ohne Anstellung, was sich nun ändert.
Überraschenderweise kehrt Palikuca nun auf den Trainerposten zurück, nachdem er im Profifußball ausschließlich als Funktionär gearbeitet hatte. Der 48-Jährige übernimmt das Traineramt beim TSV Meerbusch. Der Verein konnte aus den ersten acht Partien der Oberliga Niederrhein – also der fünften Liga – lediglich zwei Zähler einfahren. Nach der unglücklichen 3:4-Niederlage am vergangenen Wochenende trennte man sich deshalb vom vorherigen Coach Johannes Dahms.
„Es gibt ja kaum etwas, das ich in diesem Verein nicht schon einmal gemacht habe. Sogar in der vierten Mannschaft habe ich als Spieler ausgeholfen, wenn da gerade Not am Mann war“, kommentiert Palikuca seine neue Aufgabe. Bei Meerbusch war er von 2015 bis 2016 zunächst Co- und später Cheftrainer.
Diesmal soll er als Interimstrainer fungieren. Er bleibt so lange im Amt, bis wohl entweder Meerbusch eine andere Lösung gefunden hat – oder Palikuca zurück in den Profifußball kehrt.
„Da haben einfach nur die Ergebnisse, ein wenig das Matchglück gefehlt. Menschlich und fachlich gab es da wohl wenig auszusetzen“, blickt Palikuca auf seinen Vorgänger zurück. Nun möchte er selbst dabei helfen, den TSV Meerbusch zum Klassenerhalt zu führen – nachden er zuvor mit Düsseldorf, Nürnberg sowie Stationen in Griechenland und Zypern noch in anderen Sphären unterwegs war.


