„Es war nie mein Ziel“: Frey musste über FCN-Angebot erst nachdenken

Dieter Frey übernimmt die Nachfolge von Joti Chatzialexiou beim 1. FC Nürnberg. Warum sich der bisherige Nachwuchschef die Entscheidung nicht leicht machte.

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Foto: FCN

Bedenkzeit benötigt

Mit Dieter Frey hat der 1. FC Nürnberg seinen neuen Sportvorstand gefunden. Der 54-Jährige übernimmt beim FCN die Nachfolge des zu Eintracht Frankfurt wechselnden Joti Chatzialexiou. Dabei hatte Frey diesen Karriereschritt ursprünglich überhaupt nicht geplant, wie er verrät.

„Nach dem ersten Gespräch mit Peter (Meier) habe ich mir schon direkt Bedenkzeit erbeten, weil beides nie mein Ziel war. Es war nie mein Ziel, Nachwuchschef zu werden, und es war auch nie mein Ziel, den Posten zu übernehmen, den ich jetzt übernehme“, erklärte Frey.

Die Entscheidung wollte der bisherige Direktor des ClubNachwuchs deshalb nicht überstürzen. „Ich musste schon überlegen. Zu Hause in der Familie sprechen, mit meiner Frau, mit meinen Kindern, auch überlegen, wie es im Nachwuchs weitergeht.“ Er habe zunächst einige Fragen für sich beantworten müssen, was entsprechend Zeit in Anspruch genommen habe.

Rückendeckung

Eine wichtige Rolle spielte dabei offenbar auch die Unterstützung innerhalb des Vereins und im Umfeld. „Das war mir schon wichtig, von vielen Seiten hier zu spüren, dass die Leute das jetzt nicht völlig abwegig finden, dass ich das mache, vorsichtig formuliert“, berichtete Frey.

Aufsichtsratsvorsitzender Peter Meier hatte den ehemaligen Profi bereits bei der offiziellen Bekanntgabe als „logische und bestmögliche Lösung“ bezeichnet. Frey ist dem Club seit 2001 verbunden und arbeitete in den vergangenen Jahren in unterschiedlichen Funktionen im Nachwuchsbereich. Erst im Februar 2026 hatte er dessen Gesamtleitung als Nachfolger von Michael Wiesinger übernommen.

Bisherigen Weg fortsetzen

Letztlich überzeugte Frey vor allem die Möglichkeit, seine bisherige Arbeit auf einer anderen Ebene fortzuführen. „Insgesamt hat sich für mich dann so ein Bild ergeben, zu sagen, okay, es macht wahrscheinlich in der jetzigen Phase Sinn, das zu machen.“

Dabei gehe es ihm auch darum, die Ideen, die er in den vergangenen fünf bis sechs Jahren mitgestaltet habe, „vielleicht noch konsequenter durchgängig durch den ganzen Verein durchzutragen“.

Statt ausschließlich die Nachwuchsarbeit zu verantworten, kann Frey den eingeschlagenen Weg künftig somit als Sportvorstand des 1. FC Nürnberg mitgestalten. Eine Aufgabe, die er ursprünglich nicht angestrebt hatte – für die er sich nach einiger Bedenkzeit nun aber bewusst entschieden hat.