Sehr intensiv
Über 248 Kilometer und 385 Sprints spulten die Spieler der Begegnung zwischen Hannover 96 und dem 1. FC Nürnberg ab. „Ich bin echt platt“, machte sich die sehr intensive Partie auch bei FCN-Kapitän Fabio Gruber bemerkbar, wie er am Sky-Mikrofon verriet: „Es war eine lange Saison, es war heute ein absoluter Fight. Hannover hat alles reingehauen, genauso wie wir.“
Auch wenn das 3:3-Unentschieden am Ende für die Niedersachsen den Nicht-Aufstieg bedeutete, hatte Gruber viel Lob für den Nürnberger Gegner übrig: „Chapeau an Hannover, was sie dieses Jahr abgerissen haben. Weil das ist eine richtig gute Mannschaft mit richtig guten Jungs, deswegen wünsche ich ihnen alles Gute.“
„Etwas enttäuscht“
Das positive Saisonfazit, das er den 96ern ausstellte, konnte er auf seine eigene Mannschaft bezogen so nicht ganz teilen. „Grundsätzlich etwas enttäuscht“, sei er über die Spielzeit, die der FCN auf dem achten Platz mit 46 Punkten beendete. „Weil wir so viele gute Jungs haben und wir es einfach nicht geschafft haben, konstant die Spiele auch erfolgreich zu gestalten“, trauert er den vielen Auf und Abs im Nürnberger Saisonverlauf und in vielen einzelnen Partien hinterher.
Andere Bewertung
Damit unterscheidet sich die Bewertung Grubers etwas von der seines Trainers Miroslav Klose. „Grundsätzlich glaube ich, dass es mit diesem schwierigen Start schon eine sehr ordentliche Saison war“, bewertete der Weltmeister von 2014 die Spielzeit. Gruber hingegen ist der Meinung, dass die Qualität der FCN-Spieler für deutlich mehr hätte reichen können: „Deswegen wissen wir alle, dass viel mehr möglich gewesen wäre mit dieser Mannschaft. Das müssen wir aufarbeiten und dann werden wir sehen.“
Noch unsicher
Sehen wird man auch, ob das Spektakel am 34. Spieltag der letzte Auftritt von Fabio Gruber im Nürnberger Trikot war. Schließlich halten sich die Gerüchte hartnäckig, dass der Innenverteidiger im Sommer den nächsten Schritt Richtung Bundesliga gehen könnte. Dass dies thematisiert wird, hat natürlich auch der 23-Jährige mitbekommen – möchte sich aber nicht in die Karten schauen lassen: „Mitbekommen habe ich es schon, aber mein Gott – die Leute reden immer. Jetzt ist erst mal Urlaub und darauf freue ich mich.“


