Zukunft offen
Nachdem der 1. FC Nürnberg mit den Verkäufen von Fabio Gruber und Luka Lochoshvili sowie den Leihenden von Berkay Yilmaz und Henri Koudossou bereits seine komplette Viererkette der Vorsaison ersetzen muss, hofft man, dies im Tor nicht auch noch tun zu müssen.
„Sollte es so kommen, dass Jan sich möglicherweise doch anders entscheidet, hätten wir den Mut, Robin spielen zu lassen. Da haben wir keine Bedenken“, gibt sich FCN-Sportdirektor Joti Chatzialexiou diesbezüglich relativ gelassen – und hat mit Robin Lisewski den internen Nachfolger bereits in der Hinterhand.
„Stand jetzt bin ich hier“, äußert sich Nürnbergs Torhüter Jan Reichert via des Fränkischen Tags zu einem möglichen Wechsel: „Im Fußball weiß man das nie.“
Harmonie im Torwartteam
Auch wenn er sicherlich abwarten dürfte, ob ein passendes Angebot aus der Bundesliga reinflattert, ist er vom FCN-Torwartteam regelrecht begeistert. „Dennis Neudahm, mein Torwarttrainer, hat zusammen mit mir viele Videoanalysen gemacht und wirklich viel Positives aus der letzten Saison herausgezogen“, lobt er unter anderem seinen Torwarttrainer.
Auch dank Neudahm konnte Reichert nach einer ersten, relativ unspektakulären Debütsaison im Profifußball 2025/26 viele Schritte nach vorne machen und avancierte zu einem regelrechten Punktegaranten für den Club. „Sowohl in der Strafraumbeherrschung als auch mit dem Ball am Fuß, aber natürlich auch auf der Linie, was das reine Halten angeht. Da haben wir im Team wirklich sehr gut gearbeitet“, beschreibt er seine Entwicklung.
Vorbild und Mentor
Ein besonderes Verhältnis, das auch im Falle eines Wechsels bestehen bleiben dürfte, ist das zu Christian Mathenia. „Chris war auch auf meiner Hochzeit, weil er einfach auch ein richtig guter Freund von mir geworden ist“, verbindet die beiden längst mehr als der gemeinsame Arbeitgeber.
Reichert adelt den 34-jährigen Routinier regelrecht: „Chris ist für mich ein Vorbild, ein Mentor. Seit ich hier nach Nürnberg gekommen bin, seit Tag eins, war er einfach gut zu mir, hat immer versucht, mich besser zu machen und zu pushen. Deswegen bin ich ihm sehr, sehr dankbar.“
Noch scheint die Zukunft des vorherigen Schweinfurters aber nicht entschieden. „Aber Stand jetzt bin ich wirklich froh, hier auf dem Platz zu stehen und in die Vorbereitung zu starten“, freut sich Reichert derzeit noch auf die ersten Einheiten nach der Sommerpause beim FCN.


