Brunst sieht kaum Nürnberger Torchancen
Mit einem 2:0-Heimsieg gegen den SV Darmstadt 98 hat sich der 1. FC Nürnberg und mit 24 Punkten in die Länderspielpause verabschiedet. Trotz deutlicher Ballbesitzvorteile tat sich die FCN-Mannschaft von Miroslav Klose vor allem in der ersten Halbzeit schwer, gegen die kompakte Darmstädter Defensive gefährlich zu werden. Das sah auch Gästetorwart Alexander Brunst so.
„In der ersten Halbzeit hatten die, glaube ich, keine richtige Torchance außer dem Eckball“, erklärte der 31-Jährige nach der Partie. Aus seiner Sicht hatten die Gäste den FCN zunächst gut im Griff. „Die hatten einfach nichts, gerade zu Hause“, betonte Brunst, der den verletzten Stammtorhüter Marcel Schuhen ersetzte.
Auch Darmstadts Trainer Florian Kohfeldt teilte diese Einschätzung weitgehend. „Wir haben in der ersten Halbzeit sehr, sehr diszipliniert gestanden, außer bei der Ecke. Gar nichts zugelassen“, erklärte er bei Sky.
Nürnberger Qualität macht den Unterschied
Dass der FCN trotz seiner zunächst überschaubaren Offensivgefahr jederzeit gefährlich werden konnte, führte Brunst auch auf die individuelle Qualität der Nürnberger zurück. „Das nutzen die Jungs natürlich aus, weil sie Qualität vorne haben“, erklärte der Torhüter.
Nach dem Seitenwechsel nutzte Nürnberg eine der wenigen Unachtsamkeiten der Gäste. Über William Boving, Adam Markhiyev und Julian Justvan gelangte der Ball zu Piet Scobel, der zur Führung traf. In der Schlussphase sorgte Boving mit dem 2:0 schließlich für die Entscheidung.
Kohfeldt haderte dagegen insbesondere mit der Chancenverwertung seiner Mannschaft. „Dann haben wir drei Riesenchancen, wo wir einfach aus einem Meter auch mal ein Tor machen müssen“, erklärte der Darmstädter Trainer. Trotz der schwierigen personellen Situation habe seine Mannschaft genügend Möglichkeiten gehabt, um selbst zu treffen.
Mit dem Auftritt seiner Mannschaft zeigte sich Kohfeldt deshalb grundsätzlich zufrieden. „Ich finde, wir haben ein sehr, sehr gutes Auswärtsspiel gemacht gegen den Tabellenzweiten“, erklärte der 44-Jährige. Dennoch erkannte er den Nürnberger Erfolg an: „Es gab heute nicht so viel Unterschied zwischen den beiden Teams, trotzdem hat sich der Club den Sieg verdient.“


