FCN vor vielen Highlights
Noch müssen sich die Fans etwas gedulden, doch am kommenden Wochenende kehrt der 1. FC Nürnberg nach genau 21 Tagen in den Pflichtspielbetrieb zurück. Nach dem fast perfekten Saisonstart mit 16 Punkten aus sechs Spielen und dem Weiterkommen im DFB-Pokal bildet die Partie gegen den VfL Wolfsburg den Auftakt in einen Oktober voller Highlights.
Alle davon finden nicht am gewohnten Samstag- oder Sonntagmittag statt, sondern unter Flutlicht. Das freut auch Joti Chatzialexiou: „Weil die Atmosphäre bei Flutlichtspielen eine andere ist“, sagt der ehemalige DFB-Funktionär am ClubTV-Mikrofon.
„Das triggert dann schon die Jungs“
Auch für die Mannschaft seien derartige Abendspiele etwas Besonderes: „Das triggert dann schon die Jungs, das ist schon was Besonderes. In den nächsten drei Spielen haben wir zwei Topspiele um 20:30 Uhr.“
Gleich zweimal innerhalb weniger Wochen trägt der Club damit das Topspiel der 2. Bundesliga aus: am 7. Spieltag gegen den VfL Wolfsburg und am 9. Spieltag gegen den 1. FC Kaiserslautern, jeweils im Max-Morlock-Stadion. Dazwischen wartet ebenfalls ein echtes Flutlicht-Highlight.
„In Cottbus freitagabends. In Cottbus ist auch immer eine geile Stimmung. Es ist ein geiles Stadion, sehr eng. Die Zuschauer sind sehr nah dran und peitschen ihre Mannschaft an. Das wird für uns auch ein tolles Spiel“, hält der Sportvorstand fest.
FCN rückt in den Fokus
Insbesondere die Topspiele sieht Chatzialexiou auch als Wertschätzung für den guten Saisonstart des FCN: „Ich freue mich, dass wir die Topspiele spielen. Weil das zeigt eine gewisse Wertigkeit.“
Schließlich handelt es sich um den einzigen Zweitliga-Zeitslot ohne Parallelspiele. Zudem wird das Topspiel im Free-TV übertragen, was die deutschlandweite Aufmerksamkeit nochmals erhöht. Insofern fühle es sich so an, als würde „man dazugehören“ – eine „schöne Momentaufnahme“, wie der 50-Jährige findet.
Diese möchte der FCN mit seiner aktuellen Erfolgsserie möglichst lange genießen. Schließlich könnten weitere gute Ergebnisse dafür sorgen, dass der Club auch künftig häufiger die große Bühne bekommt – und sich in der kommenden Saison womöglich noch ganz andere Termine im Kalender wiederfinden.
„Das sind keine Eventfans“
Unabhängig vom sportlichen Erfolg kann Chatzialexiou dabei auf die Unterstützung der Clubfans zählen: „Das ist brutal und zeigt, welche Power wir in unserem Verein haben. Wir haben positiv verrückte Fans. Das ist schön zu sehen, dass sie uns unterstützen.“
Für den Sportvorstand ist dabei entscheidend, dass diese Unterstützung keineswegs erst mit dem aktuellen Erfolg gekommen ist: „Aber das haben sie auch im letzten Jahr getan, als es phasenweise mal nicht lief. Das sind keine Eventfans, die nur kommen, weil es gut läuft. Sondern das sind die Treuen, die uns immer begleiten.“
Gerade bei Auswärtsspielen bekomme Chatzialexiou diese besondere Verbindung zu spüren: „Wenn man auswärts gewinnt und alle feiern und jubeln – das ist schon Gänsehaut.“
Highlight zum Abschluss des Flutlicht-Oktobers
Apropos auswärts: Nach den Ligapartien gegen Wolfsburg, Cottbus und Kaiserslautern wartet zum Abschluss des Flutlicht-Oktobers noch ein besonderes Spiel in der Fremde auf den 1. FC Nürnberg. Am 28. Oktober gastiert der Club in der zweiten Runde des DFB-Pokals bei Bayer Leverkusen in der BayArena.
Dort dürften die Clubfans – ähnlich wie schon 2024 in Sinsheim – wieder versuchen, einem Bundesligastadion stimmungstechnisch ihren Stempel aufzudrücken. Und im besten Fall bietet sich ihnen dazu in der kommenden Saison noch deutlich häufiger die Gelegenheit. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg – das zeigen allein die anspruchsvollen Aufgaben im Oktober.


