Lob vom ehemaligen Rivalen
Anerkennung für den 1. FC Nürnberg kommt nach dem Auswärtssieg beim FC St. Pauli auch von einem Spieler, der jahrelang für den fränkischen Rivalen auflief. Sieben Spielzeiten verbrachte Branimir Hrgota bei der SpVgg Greuther Fürth und stand dabei in zahlreichen Frankenderbys gegen den FCN auf dem Platz. Im Sommer wechselte der ehemalige Kleeblatt-Kapitän nach Hamburg zu den Kiezkickern.
Nach der 1:3-Niederlage wollte Hrgota das Ergebnis allerdings nicht allein auf die vergebenen Möglichkeiten seiner Mannschaft reduzieren. „Letztendlich hat Nürnberg aber auch ein sehr gutes Spiel gemacht, das darf man nicht vergessen“, wird der 33-Jährige von der MOPO zitiert – und lobt damit die Mannschaft von Miroslav Klose.
Chancen auf der eigenen Seite
Dabei sah Hrgota durchaus Gründe dafür, weshalb die Partie auch anders hätte ausgehen können. Der Angreifer bescheinigte seinem Team eine starke Leistung und die aus seiner Sicht gefährlicheren Torchancen. Bei den Abschlüssen hätten häufig nur Kleinigkeiten und wenige Zentimeter gefehlt.
Tatsächlich musste sich Nürnberg mehrfach auf Jan Reichert verlassen. Der FCN-Kapitän hielt seine Mannschaft mit mehreren Paraden im Spiel. Auf der anderen Seite nutzten die Gäste die Fehler der Gastgeber: Nach dem frühen Eigentor von Eric Smith sorgten die eingewechselten Sigurd Haugen und Marc Kornwachs Barjuan für die Entscheidung.
Keine Schuldzuweisungen
Für Hrgota war die Niederlage dennoch kein Anlass, einzelne Mitspieler verantwortlich zu machen. Fehler gehörten zur risikoreichen Spielweise der Hamburger dazu. Deshalb wolle er „niemandem einen Vorwurf machen“.
Stattdessen forderte der ehemalige Fürther, den eingeschlagenen Weg als Mannschaft fortzusetzen. Die Leistung hätten schließlich auch die Fans wahrgenommen. Die drei Punkte nahm diesmal jedoch der Club mit – und erhielt dabei sogar ungewöhnlicherweise Lob des ehemaligen Fürthers.


