Zufrieden, aber
Auch in der abgelaufenen Saison war beim 1. FC Nürnberg auf dem Transfermarkt wieder viel los. Sowohl im Sommer als auch im Winter gab es mehrere Zu- und Abgänge. „Wenn man insgesamt auf die zwei Transferfenster blickt, können wir zufrieden sein“, zieht FCN-Sportvorstand Joti Chatzialexiou insgesamt ein positives Fazit.
Der 50-Jährige gesteht jedoch auch, dass man sich nicht auf jeder Position so verstärken konnte wie erhofft: „Selbstkritisch sage ich, dass wir im Sturm vielleicht nicht so ins Schwarze getroffen haben, was unsere Verpflichtungen angeht.“
Schlechte Bilanz
Ein anderes Fazit wäre nach der Spielzeit 2025/26 auch fragwürdig gewesen. Im vergangenen Sommer verpflichtete man mit Adriano Grimaldi, Mickael Biron, Semir Telalovic, Artem Stepanov und Noah Maboulou zahlreiche Angreifer. Kumuliert trafen sie für den FCN lediglich ein einziges Mal in der 2. Bundesliga – am 6. Spieltag gelang Grimaldi der 2:1-Siegtreffer gegen den VfL Bochum.
Vor allem diese Position ist für den ehemaligen DFB-Funktionär eine sehr wichtige: „Das ist ein ganz entscheidender Punkt, um in der 2. Bundesliga in der Tabelle weiter oben zu landen, weil du eine gewisse Effizienz brauchst.“ Diese fehlte Chatzialexiou zufolge mitunter auch, um mehr Punkte am Ende auf dem Konto zu haben.
Ausnahme
Nicht zu vergessen ist jedoch Mohamed Ali Zoma, der als Offensivspieler ebenfalls vor der Saison ins Frankenland wechselte und seine Qualität nicht nur aufgrund der 14 erzielten Saisontore unter Beweis stellte. „Er hat einfach eine überragende Saison gespielt“, lobt ihn auch Chatzialexiou – der die Entscheidung, den 22-Jährigen von der UC AlbinoLeffe zu verpflichten, hervorhebt: „Wir wurden für unseren Mut belohnt, einen Jungen aus der Serie C zu holen, weil wir einfach sofort ein sehr großes Potenzial in ihm gesehen haben.“
Für die anstehende Transferperiode dürfte es nicht nur darum gehen, Zoma im Idealfall in Nürnberg zu halten, sondern auch darüber hinaus Qualität für den Angriff zu gewinnen. Denn die FCN-Stürmer in dieser Saison sind „nicht so eingeschlagen, wie wir uns das gewünscht haben“, gesteht auch der Nürnberger Sportvorstand.


