Chatzialexiou: Warum der FCN-Aufstieg nicht umsetzbar war

Dennoch war es „einmalig“, was die U23 des 1. FC Nürnberg geleistet hat.

1. FC Nürnberg FCN News Analyse CLUBFOKUS Joti Chatzialexiou
Foto: DO IT NOW Media

Meister ohne Aufstieg


Überragende 77 Punkte aus 34 Spielen konnte die U23 des 1. FC Nürnberg in dieser Spielzeit in der Regionalliga Bayern einfahren. Dadurch feierte der FCN zwei Punkte vor den Würzburger Kickers die Meisterschaft, die jedoch nicht gleichbedeutend mit dem Aufstieg in die 3. Liga ist, da die Franken bewusst darauf verzichten.

„Vor allem die wirtschaftlichen Themen“ machten diese Entscheidung unumgänglich, wie Joti Chatzialexiou via ClubTV erklärt. „Weil wir einfach mit unserer zweiten Mannschaft dann ins Stadion hätten gehen müssen“, hätte es unter anderem infrastrukturell auch Schwierigkeiten gegeben.

Enorme Kosten


Insgesamt spricht der Nürnberger Sportvorstand von „enormen Kosten“, die auf den Club durch den Drittligaaufstieg gewartet hätten. „Natürlich auch Kaderkosten“, wären die Ausgaben für die Spieler in der 3. Liga auch deutlich höher gewesen als derzeit.

Das aktuelle Budget, das man zur Verfügung hat, wäre dem ehemaligen DFB-Funktionär zufolge dadurch wohl gesprengt worden: „Das können wir mit unserem schmalen Budget, das wir dann auch in der Lizenzmannschaft haben, nicht auch noch kompensieren.“

Sportlich richtig


„Das wäre im Sinne des Gesamtvereins nicht der richtige Weg gewesen“, begründet Chatzialexiou die schon vor einigen Monaten getroffene Entscheidung. Dass sich die Nürnberger Talente in der 3. Liga besser hätten entwickeln können, verneint er hingegen klar. „Wir glauben auch, dass es sportlich für uns weiterhin gut ist, in der Regionalliga zu spielen.“

Besonders imponiert dem 50-Jährigen, dass sich weder die Spieler der U23 noch Trainer Andreas Wolf davon von ihrem Weg abbringen ließen: „Top, was die Jungs geleistet haben und einmalig in unserer Geschichte. […] Das spricht für die Mentalität und auch den Charakter.“

Interessant wird, wer von den Spielern, die am Erfolg 2025/26 maßgeblich beteiligt waren, in der kommenden Saison noch näher an den Zweitligakader heranrücken wird. Chatzialexiou betont schließlich, dass einige der Akteure Potenzial für die Lizenzmannschaft mitbringen – und „überwiegend in der 2. Mannschaft gespielt haben, um sich zu entwickeln.“