Keine Zeit zum Hinterhertrauern beim FCN
Nicht ganz schmerzlos musste der 1. FC Nürnberg am Samstagabend seine erste Saisonniederlage im zehnten Pflichtspiel hinnehmen. Schließlich unterlag der Club dem 1. FC Kaiserslautern vor heimischer Kulisse mit 0:1. „Alle sind wirklich traurig. Wir wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen“, gab Adam Markhiyev nach dem Schlusspfiff zu.
„Ein, zwei Tage werden wir uns dieses Spiel noch anschauen“, sagte Piet Scobel – wohlwissend, dass nicht allzu viel Zeit bleibt, um den verlorenen drei Punkten hinterherzutrauern. Denn bereits am Mittwoch gastiert der FCN im DFB-Pokal bei Bayer Leverkusen.
Systemumstellung gegen Leverkusen?
Eine Partie gegen einen Top-Bundesligisten, in die die Franken als „klarer Underdog“ gehen, wie auch Julian Justvan weiß. Gegen einen qualitativ überlegenen Gegner könnte man daher durchaus auf die Idee kommen, die Defensive zu stärken und beispielsweise auf eine Fünferkette umzustellen.
Doch Miroslav Klose will der bisherigen Herangehensweise – insbesondere gegen den Ball – auch gegen den Europapokalteilnehmer möglichst treu bleiben. „Ich kann es mir nicht vorstellen. Aber ich habe auch noch nichts von Leverkusen gesehen. Das machen wir alles ab Sonntag und dann werden wir auch die passende Ausrichtung finden.“
Klose erwägt Rotation
Änderungen könnte es hingegen bei der personellen Besetzung geben. Darauf angesprochen, ob Spieler, die in der bisherigen Saison weniger Spielzeit erhalten haben, unter der Woche eine Chance bekommen könnten, entgegnete der FCN-Trainer: „Muss ich schauen. Verdient hätten es viele Spieler. Das müssen wir nach Gefühl machen, weil Sonntag das nächste Spiel ist.“
Eine gewisse Rotation scheint Klose damit zumindest nicht auszuschließen. Schließlich wartet nur wenige Tage nach dem Pokalspiel bereits die nächste Aufgabe in der 2. Bundesliga beim FC St. Pauli.
Chance für Masouras & Co.?
Heißt: Sommerneuzugänge wie beispielsweise Giannis Masouras und William Bøving, die bislang noch kein einziges Mal von Beginn an spielen durften, könnten in Leverkusen Kandidaten für einen Startelfeinsatz sein.
Dass Klose gleich die halbe Mannschaft austauscht, scheint allerdings unwahrscheinlich. Schließlich ist der Trainer dafür bekannt, von Spiel zu Spiel nur wenige Änderungen vorzunehmen. Zumal der 48-Jährige betont: „Wir fahren nach Leverkusen, um ein genauso gutes Spiel zu machen wie am Samstag.“


