Zoma auch beim FCN mit Topwerten
Mit 14 Toren und fünf Vorlagen hat Mohamed Ali Zoma eine äußerst starke Debütsaison beim 1. FC Nürnberg in der 2. Bundesliga hinter sich. Trotz seiner erst 22 Jahre war es für den Italiener bereits die vierte Saison in Folge mit einer zweistelligen Anzahl an Scorerpunkten. Schließlich war er in den drei Jahren zuvor für seinen Heimatverein AlbinoLeffe in Serie C und Pokalwettbewerben an 24, 13 und 11 Treffern direkt beteiligt.
Zoma hebt Klose hervor
Im Interview mit Bergamonews blickte Zoma nun auf sein erstes Jahr außerhalb seiner Heimat zurück – und erklärte dabei, dass Miroslav Klose ein entscheidender Faktor für seinen Wechsel zum FCN gewesen sei.
„Ich leugne nicht, dass seine Präsenz ein Faktor bei meiner Entscheidung war, denn er ist einer der besten Stürmer der Geschichte, jemand, der auf jedem Niveau unglaublich viele Tore erzielt hat. Ich wusste, dass er mich stark verbessern würde – so wie er es schon bei anderen jungen Angreifern vor mir getan hat“, hebt er die Bedeutung seines Trainers hervor, die für ihn sogar über das Sportliche hinausgeht:
„Einen weiteren Punkt möchte ich besonders hervorheben: Er hat mir vor allem bei der Sprache geholfen. Durch seine Zeit bei Lazio spricht er auch sehr gut Italienisch. Als ich hierherkam, konnte ich nicht einmal Englisch – das habe ich erst hier gelernt.“
„Sehr wenig Taktikarbeit“ – bewusster Schritt in die 2. Bundesliga
Damit, dass Zoma in Nürnberg mit 19 Scorerpunkten in 30 Einsätzen derart einschlagen würde, hatte wohl selbst er nicht gerechnet – wenngleich der Schritt in die 2. Bundesliga bewusst gewählt gewesen sei: „Ich dachte, dass die 2. Bundesliga perfekt für mich ist. Vorher kannte ich die Liga nicht, aber nachdem ich Videos studiert hatte, habe ich verstanden, dass sie ideal zu meinen Eigenschaften passt.“
Dabei komme dem pfeilschnellen Angreifer vor allem der intensive Umschaltfußball entgegen: „Zum Beispiel gibt es nur sehr wenig Taktikarbeit, alles ist ein permanentes Umschaltspiel. Und genau dadurch entstehen ständig Räume.“
Auch ein System mit zwei Stürmern sei für Zoma von Vorteil: „Mit einem Partner in einem Offensivduo zu spielen, kommt meinen Eigenschaften entgegen, weil ich dadurch Räume finde, in denen ich besonders gefährlich bin.“
Zoma zwischen Geduld und Ehrgeiz: Champions League als Ziel
Auf die zurückliegende Saison blickt Zoma dennoch mit gemischten Gefühlen: „Wir haben viele Punkte liegen lassen in Situationen, in denen wir mehr hätten erreichen können. Trotzdem sind wir mit der Saison zufrieden. Wir sind eine sehr junge Mannschaft und müssen noch vieles lernen.“
Um sich individuell weiterzuentwickeln, will sich der Offensivspieler auf seiner starken Saison allerdings nicht ausruhen: „Ich setze mir immer neue Ziele, denke daran, was als Nächstes kommt, und motiviere mich selbst, die Messlatte höher zu legen.“
Auf die Nachfrage, was denn das nächste Ziel sei, entgegnet Zoma: „Die Champions League zu erreichen.“ Etwas, das er aller Wahrscheinlichkeit nach in den kommenden Jahren nicht mit dem 1. FC Nürnberg, wo er sich nach eigenen Aussagen wohl fühlt, erreichen wird. Ob allerdings bereits in diesem Sommer ein Transfer bevorstehen könnte, wurde im Interview nicht thematisiert.
Mit Blick auf seine mögliche Nationalmannschaftskarriere – Italien, die Elfenbeinküste und Burkina Faso kämen infrage – erklärt Zoma: „Natürlich wäre eine Weltmeisterschaft ein Traum. Aber an Ehrgeiz und Geduld, die richtigen Schritte zu machen, fehlt es mir nicht.“
FCN-Abgang schon diesen Sommer?
Der 1. FC Nürnberg wird darauf hoffen, dass bei Mohamed Ali Zoma in diesem Sommer vor allem die Geduld überwiegt. Sollte jedoch ein für ihn und den FCN passendes Angebot eintreffen, dürfte ein Wechsel wohl kaum zu verhindern sein.
„Mit Sicherheit wird es so sein, dass Begehrlichkeiten da sind und wir auch den ein oder anderen Spieler verkaufen werden“, weiß auch Joti Chatzialexiou – ohne dabei konkrete Namen zu nennen.


