Nzingoula-Kaufoption zu teuer für FCN – kreative Lösung gesucht?
Dass der 1. FC Nürnberg die Kaufoption von Rabby Nzingoula nicht aktivieren würde, war bereits vor seiner Verabschiedung beim letzten Heimspiel bekannt. „Es ist schon ein sehr großes Gesamtpaket, das wir mit unseren finanziellen Mitteln so leider nicht stemmen können“, bestätigte Joti Chatzialexiou bereits im März gegenüber den Nürnberger Nachrichten. Laut L’Équipe soll die Klausel des Leihspielers, der im Winter von Racing Straßburg kam und seitdem 15-mal für den FCN auflief, bei rund vier Millionen Euro liegen.
Was der Nürnberger Sportvorstand damals allerdings ebenfalls ankündigte: „Man muss sehen, ob es vielleicht andere kreative Lösungen gibt.“ Selbst nach Nzingoulas Verabschiedung scheint deshalb noch eine kleine Resthoffnung zu bestehen, den 20-jährigen Franzosen doch über den Sommer hinaus beim Club zu halten.
„Wir haben auch mit Rabby gesprochen und gesagt: Rabby – ja, wir werden dich jetzt verabschieden, weil es erstmal eine Leihe ist und die Kaufoption für uns Stand jetzt brutal hoch ist“, erklärte Chatzialexiou nach Saisonende und begründete: „Wenn wir es nicht haben, können wir es nicht ausgeben. Das war die Rückmeldung an ihn.“
„Offen halten, aber weniger realistisch“
Ganz ausschließen will Chatzialexiou eine Weiterverpflichtung zwar nicht. Allerdings klingt ein Verbleib derzeit eher unwahrscheinlich: „Wie sich das jetzt entwickelt und was passiert, wissen wir nicht. Wir wollen uns das offen halten, aber Stand jetzt ist das weniger realistisch.“
Dass Nzingoula zuletzt wieder weniger Einsatzzeit erhielt, nachdem er sich zwischenzeitlich einen Stammplatz im zentralen Mittelfeld erarbeitet hatte, scheint dabei offenbar keine entscheidende Rolle zu spielen. „Rabby hat jetzt vielleicht weniger gespielt“, kommt der FCN-Boss auf die Konkurrenzsituation im Mittelfeld zu sprechen: „Da ist es manchmal schwer, eine gewisse Entscheidung zu treffen.“
Auch Nzingoula selbst hatte sich zuletzt offen für einen Verbleib gezeigt. „Es gibt für mich die Option, zu bleiben, aber das liegt auch an dem Verein. Wenn sie mich wollen, dann bin ich sehr gerne da, wenn nicht, ist es auch o.k“, sagte der Franzose Anfang April nach seinem Debüttor beim 1:1 in Braunschweig gegenüber der BILD. In den darauffolgenden fünf Spieltagen stand er allerdings nur noch ein weiteres Mal in der Startelf.
Nichtsdestotrotz bleibt der 1. FC Nürnberg offenbar weiter auf der Suche nach intensiven und dynamischen Spielern für das Mittelfeld. Dass Rabby Nzingoula auch künftig als solcher Spielertyp beim FCN eingeplant ist, gilt „Stand jetzt“ allerdings als „weniger realistisch“.


