Becker mit Meniskus-OP in Länderspielpause
Zu Beginn der Länderspielpause gab der 1. FC Nürnberg bekannt, dass sich Finn Becker einer Operation am Meniskus unterziehen würde. Schon zuvor plagten den 26-Jährigen offenbar immer wieder Probleme an dieser Stelle, weshalb man sich für einen Eingriff entschied: „Um künftig keine Beschwerden mehr zu haben, hat sich der Spieler zu diesem Schritt entschieden und diesen in die rund dreiwöchige Länderspielpause gelegt“, verkündete der Club.
Dass man die OP bewusst in die spielfreie Zeit legte, hätte darauf hindeuten können, dass man zumindest auf eine überschaubare Ausfallzeit hoffte.
Wohl kein Comeback in diesem Jahr
Doch offenbar rechnen die Franken in diesem Kalenderjahr nicht mehr mit ihrem Kreativspieler. Zwar sei der Heilungsverlauf laut Miroslav Klose „planmäßig“. Jedoch sieht dieser Plan offenbar nicht vor, dass Becker in einem der noch zehn Ligaspiele vor Jahresende sein Comeback feiern wird.
„Erstmal gesund sein, dann zur Mannschaft dazustoßen und einige Tage mit der Mannschaft trainieren“, skizzierte der Trainer den üblichen Prozess und fügte hinzu: „Dann glaube ich schon, dass es Anfang nächsten Jahres wird. Wenn es früher wird, ist es umso schöner.“
Drei Alternativen für Klose
Eine durchaus bittere Nachricht. Schließlich fungierte Becker bislang als Denker und Lenker im zentralen offensiven Mittelfeld des FCN. Seine Übersicht und seinen präzisen linken Fuß wird die Klose-Elf dementsprechend ersetzen müssen.
Wie gut, dass mit Rafael Lubach, Rayan Ghrieb und William Bøving gleich drei hochwertige Alternativen zur Verfügung stehen, die stattdessen beim Topspiel gegen den VfL Wolfsburg in die Startelf rücken könnten.
Er soll Becker ersetzen
Wer dies sein könnte, wollte Klose nicht verraten: „Da haben wir die Qual der Wahl“, kam der 48-Jährige auf mehrere Varianten zu sprechen. Die Entscheidung, wer am kommenden Spieltag beginnen darf, sei allerdings bereits gefallen.
Nach CLUBFOKUS-Informationen handelt es sich hierbei um Bøving, der schon in den Wochen zuvor als Offensivjoker Nummer eins galt und immer wieder für Wirbel sorgte. Die Leihgabe vom Bundesligisten Mainz 05 würde aller Voraussicht nach auf den Flügel rücken, während Julian Justvan, wie schon im Test gegen den FC Ingolstadt, Beckers Zehnerposition übernehmen dürfte. Ghrieb bliebe damit – ebenso wie Lubach – zunächst weiterhin die Rolle als Joker.
Becker-Ausfall schmerzt dennoch
Auf wen die Wahl letztlich fällt, wird am Samstag rund eine Stunde vor Anpfiff der Aufstellungsbogen abschließend beantworten. Dass gleich drei derartige Spieler infrage kommen, verdeutlicht jedenfalls schon mal, wie gut der 1. FC Nürnberg seine Offensive in diesem Jahr bestücken konnte.
Nichtsdestotrotz wird der Ausfall des zuletzt gut aufgelegten Finn Becker schmerzen – und in dieser Form nicht eins zu eins zu kompensieren sein.


