Viel Bewegung in der Abwehr des FCN
Insbesondere auf der Innenverteidigerposition des 1. FC Nürnberg geht es in diesem Transfersommer heiß her. Bereits vor vielen Wochen konnte der ablösefreie Wechsel von Fynn Otto vom SC Verl bekanntgegeben werden. Am Freitag legte der FCN nach und vermeldete die Verpflichtung von Alexios Kalogeropoulos von Olympiakos Piräus.
Nur wenige Minuten später folgte allerdings die Nachricht vom Abgang von Abwehrchef und Kapitän Fabio Gruber zu Mainz 05. Insofern steht der Abwehrzentrale des Clubs ein Umbruch bevor – zumal auch Luka Lochoshvili das Interesse anderer Vereine auf sich gezogen hat und seine Zukunft zuletzt offenließ. Der geliehene Backup Tarek Buchmann kehrte zum FC Bayern zurück.
FCN war an Drittligameister interessiert
Ein weiterer Baustein dieses Umbruchs in der Viererkette – von den zuletzt gesetzten Abwehrspielern ist aktuell nur noch Lochoshvili übrig – hätte offenbar ein Spieler aus der 3. Liga werden können. Denn nach Informationen der WAZ war der FCN stark an Yiğit Karademir interessiert.
Der 22-jährige Innenverteidiger des Drittligameisters VfL Osnabrück soll sich jedoch für einen Wechsel zum Ligakonkurrenten VfL Bochum entschieden haben. „Den Ausschlag für Bochum soll aber der aufgezeigte Plan mit ihm gegeben haben“, berichtet das Blatt.
FCN in der Innenverteidigung ohnehin breit aufgestellt
Da Karademir – ebenso wie Otto und Kalogeropoulos – ablösefrei zu haben gewesen wäre, hätte er durchaus ins Beuteschema des FCN gepasst. Zumal sich die Franken in den vergangenen Transferperioden immer wieder gerne auf dem Drittligamarkt bedienten.
Ob Sportvorstand Joti Chatzialexiou den gebürtigen Türken allerdings unabhängig vom Kalogeropoulos-Transfer verpflichtet hätte, bleibt fraglich. Schließlich ist man derzeit mit den beiden Neuzugängen, Luka Lochoshvili, Styopa Mkrtchyan und dem aus der U23 nachrückenden Kristian Mandic bereits breit aufgestellt.
Weitere Bewegung in der FCN-Innenverteidigung?
Gleichzeitig könnte das kolportiere Interesse an Karademir darauf hindeuten, dass man sich auf einen möglichen Abgang von Lochoshvili vorbereitet – wenngleich Karademir wohl eher ein Zugang für die Breite statt Spitze gewesen wäre. In Osnabrück verlor er seinen Stammplatz im Saisonverlauf, was zudem ein ernsthaftes Interesse des Clubs fraglich macht. Allerdings sollen gleich „mehrere Zweitligisten“ den Spieler im Auge gehabt haben.
Insofern bleibt abzuwarten, ob sich im noch langen Transfersommer weitere Veränderungen in der ohnehin bereits stark in Bewegung befindlichen Innenverteidigung des 1. FC Nürnberg ergeben werden. Das Wechselfenster ist schließlich bis zum 1. September geöffnet.


