Bericht: FCN-Sportvorstand Chatzialexiou zählt zu den Favoriten für Krösche-Nachfolge

Muss der 1. FC Nürnberg einen Wechsel seines Sportvorstandes zu Eintracht Frankfurt befürchten?

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Foto: DO IT NOW Media

Eintracht-Knall mit Folgen für FCN?

Der große Knall bei Eintracht Frankfurt dürfte auch beim 1. FC Nürnberg für Aufmerksamkeit gesorgt haben. Wie die Hessen am Sonntag mitteilten, wurde Sportvorstand Markus Krösche auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung freigestellt. „Nach über fünf sehr erfolgreichen, aber auch sehr fordernden Jahren bei diesem großartigen Klub, habe ich seit einiger Zeit das Gefühl entwickelt, dass ich eine Veränderung brauche – und der Eintracht womöglich ein neuer Impuls auch helfen könnte“, erklärte der 46-Jährige zu seinem Abschied, der sich bereits seit Längerem angedeutet hatte.

Chatzialexiou zählt zu den Favoriten

Bei der Suche nach einem Nachfolger richten sich die Blicke nun offenbar auch ins Frankenland. Bereits vor einigen Wochen brachte die BILD Joti Chatzialexiou als möglichen Kandidaten bei der Eintracht ins Spiel. Nach einem neuen Bericht des Blattes zähle der 50-Jährige inzwischen „zu den Favoriten auf die Krösche-Nachfolge und wäre aktuell „die charmanteste Lösung für das Frankfurter Umfeld“.

„Sicherlich eine Wertschätzung“

Hintergrund: Chatzialexiou ist nicht nur gebürtiger Frankfurter, sondern verfügt auch über eine Vergangenheit bei der Eintracht, bevor er 20 Jahre lang beim DFB arbeitete. Von 2001 bis 2009 war der Deutsch-Grieche als Jugendtrainer bei der SGE tätig. Über ein mögliches Interesse seines Ex-Vereins sagte Chatzialexiou noch Ende August: „Es ist sicherlich eine Wertschätzung, meiner Arbeit zu diesem Kandidatenkreis zu gehören, allerdings gibt es zu Eintracht Frankfurt überhaupt keinen Kontakt.“ Dieses Statement erneuerte er nun bei der BILD: „Es ist daher kein Thema, mit dem ich mich derzeit befasse, der Fokus liegt auf dem FCN.“

Ob sich das nun schon bald ändern könnte? Die BILD betont jedenfalls auch, dass es Chatzialexious Ziel sei, den FCN in die Bundesliga zu führen.

Eintracht und FCN mit ähnlichem Geschäftsmodell

Sportlich und wirtschaftlich würde Chatzialexiou durchaus ins Anforderungsprofil der Frankfurter passen. Schließlich setzt er beim Club auf ein Geschäftsmodell, das auch die Eintracht über viele Jahre ausgezeichnet hat: junge, talentierte Spieler zu entwickeln und anschließend gewinnbringend zu verkaufen. Insofern wäre nicht nur aufgrund seiner Vergangenheit eine Verbindung zwischen beiden Seiten naheliegend.

Allerdings verlängerte Chatzialexiou erst im Sommer seinen Vertrag beim 1. FC Nürnberg und bekannte sich dabei ausdrücklich zu seinem Arbeitgeber: „Ich identifiziere mich ebenso mit dem Club, der Stadt und den Menschen in unserem Verein. Wir werden die anstehenden Aufgaben und Herausforderungen gemeinsam mit unseren Mitarbeitenden und Gremien meistern, davon bin ich überzeugt.“

Plötzlicher Abgang derzeit unwahrscheinlich

Dass Chatzialexiou ausgerechnet jetzt einen Abschied erwägt, erscheint daher eher unwahrscheinlich. Schließlich beginnt seine Aufbauarbeit der vergangenen beiden Jahre beim FCN gerade erst, Früchte zu tragen – und seine Vertragsverlängerung liegt erst wenige Wochen zurück.

Wenngleich ihn eine Anfrage aus seiner Heimatstadt und von seinem früheren Verein sicherlich nicht völlig kaltlassen dürfte, gibt es bislang keine bestätigten Hinweise auf konkrete Verhandlungen. Insofern scheint der 1. FC Nürnberg zum aktuellen Zeitpunkt noch keinen Anlass zu haben, einen plötzlichen Abgang seines Sportvorstandes befürchten zu müssen. Doch bekanntermaßen ist das Fußballgeschäft schnelllebig.