Bemerkenswerter Zuschauererfolg für FCN: Fast volles Haus gegen Wolfsburg erwartet

Der 1. FC Nürnberg erwartet gegen den VfL Wolfsburg die bislang größte Heimkulisse der Saison.

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Foto: DO IT NOW Media

Besonderes Spiel für den FCN

Am kommenden Samstag erwartet den 1. FC Nürnberg ein besonderes Heimspiel. Als Tabellenzweiter mit 16 von 18 möglichen Punkten empfängt der Club im Max-Morlock-Stadion den viertplatzierten Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg, der angesichts seiner finanziellen Möglichkeiten als klarer Meisterschaftsfavorit gilt – wenngleich die Niedersachsen derzeit noch fünf Punkte hinter dem FCN liegen.

Die sportliche Bedeutung des Duells spiegelt sich auch in der bundesweiten Aufmerksamkeit wider. So wird die Partie um 20:30 Uhr angepfiffen und damit zum Topspiel der 2. Bundesliga, das ohne Parallelspiel ausgetragen und unter anderem im Free-TV übertragen wird. „Ich freue mich, dass wir die Topspiele spielen. Weil das zeigt eine gewisse Wertigkeit“, erklärte Sportvorstand Joti Chatzialexiou gegenüber ClubTV.

Fast volles Haus erwartet

Für einen würdigen Rahmen dürften auch die Zuschauer sorgen. Denn beim Club rechnet man am Samstag mit rund 44.000 Besuchern im Max-Morlock-Stadion – gut 42.500 davon, die es mit dem Club halten. Damit zeichnet sich eine bemerkenswerte Kulisse ab, zumal der VfL Wolfsburg nicht gerade als klassischer Zuschauermagnet gilt. In der gesamten Vorsaison konnte der Club abseits der Heimspiele gegen Schalke und Fürth lediglich einmal mehr Zuschauer begrüßen.

Es wäre zugleich die bislang größte Heimkulisse des FCN in dieser Saison. Selbst gegen Dynamo Dresden, dessen Fans traditionell besonders reisefreudig sind, kamen am ersten Spieltag mit 41.622 Zuschauern weniger Menschen ins Stadion. Auch gegen Hannover 96 (41.202) und Arminia Bielefeld (36.269) blieb die Besucherzahl darunter.

Das Drumherum unterstreicht die sportliche Brisanz des bevorstehenden Heimspiels gegen die Niedersachsen. Das sieht auch Miroslav Klose so: „Wenn man die ersten sechs Spiele und die Qualität sieht, glaube ich schon, dass wir das zurecht als Topspiel werten können. Und das hat das Fernsehen genauso gesehen. Deswegen spielen wir Samstagabend.“

Auch Wolfsburg mit ordentlichem Anhang

Aber auch die für ihre geringe Fanpower häufig gescholtenen Wolfsburger werden für ihre Verhältnisse einen beachtlichen Anhang mitbringen. Rund 1.600 Anhänger sollen die Mannschaft ins Frankenland begleiten. Das wären sogar mehr als die 1.500 Hannoveraner beim vergangenen FCN-Heimspiel und nur unwesentlich weniger als die 1.800 Bielefelder, die zuvor in Nürnberg zu Gast waren. Dynamo Dresden hatte am ersten Spieltag sogar 8.000 Fans mitgebracht.

Die erwarteten Zuschauerzahlen verdeutlichen jedenfalls, welche Vorfreude dieses Duell auslöst – und das, obwohl weder ein Frankenderby gegen Fürth noch das Freundschaftsduell mit Schalke oder eine Partie gegen einen anderen Traditionsklub ansteht. Insofern ist die Kulisse durchaus bemerkenswert.

Der Club dürfte damit vor einem der sportlich brisantesten Zweitliga-Heimspiele der vergangenen Jahre stehen – und hat sich diese besondere Ausgangslage mit seinem starken Saisonstart selbst erarbeitet.