Beim FCN ohne Tor – jetzt liefern zwei Stürmer im Ausland ab

Janni Serra und Mickael Biron erlebten beim 1. FC Nürnberg eine enttäuschende Zeit. Finden beide nun im Ausland wieder ihr sportliches Glück?

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Foto: DO IT NOW Media

Maximal unglücklich

Mit der Empfehlung von 37 Toren in der 2. Bundesliga und sogar einer Bundesliga-Saison verpflichtete der 1. FC Nürnberg vor gut zwei Jahren Janni Serra auf Leihbasis aus Aarhus. Beim FCN sollte sich der großgewachsene Stürmer allerdings nie durchsetzen. Seine ersten Einwechslungen verliefen äußerst unglücklich – und schon bald stand er häufiger nicht im Kader, als dass er eine ernsthafte Option für viele Einsatzminuten war.

„In Deutschland hat in den letzten sechs Monaten niemand mit mir gesprochen. Weder über Fußball, noch über meine Rolle im Verein. Sie haben mich ignoriert“, kartete der ehemalige Juniorennationalspieler im Nachgang gegenüber dänischen Medien nach.

Plötzlich wichtig

Nach dem Leihende beim FCN kehrte Serra zu Aarhus GF zurück, wo es zunächst allerdings nicht besser laufen sollte. Lange Zeit war er kein Kandidat für die Startelf und durfte in der Liga erst in der Rückrunde erstmals von Beginn an auflaufen. Am Ende gewann seine Mannschaft dennoch die dänische Meisterschaft.

Deutlich besser läuft es für ihn aus persönlicher Sicht in der noch jungen Spielzeit. Schon jetzt erzielte er vier Saisontore – letztmals mehr waren es in der Saison 2022/23, damals noch im Trikot von Arminia Bielefeld. Auch am vergangenen Wochenende stand er in der Startelf und erzielte beim 3:0-Erfolg gegen Sønderjyske das zwischenzeitliche 2:0.

„Er hat ein paar Tore erzielt. Das hat er aber auch in der Vergangenheit schon – und konnte dies nie langfristig beweisen“, ist beispielsweise Transferjournalist Farzam Abolhosseini noch unschlüssig und rechnet deshalb damit, dass Aarhus sich im Sturm bald verstärken könnte.

Bis hierhin ist der ehemalige Nürnberger dennoch nicht nur der beste Torschütze seiner Mannschaft, sondern mit 0,81 Toren pro 90 Minuten zudem der zweiteffizientesten Torjäger der Superliga.

Auch Biron trifft wieder

Ähnlich enttäuschend verlief die Zeit von Mickael Biron beim 1. FC Nürnberg. Von seinem Tempo und Tiefgang erhoffte sich der FCN viel, wurde aber relativ schnell enttäuscht. Schon bald fand sich der 29-Jährige auf der Bank wieder, blieb in seinen 13 Einsätzen ohne Torbeteiligung und stand in den letzten Monaten nicht einmal mehr im Spieltagskader für die 2. Bundesliga.

Im Sommer verlieh der Club ihn deshalb in die zweite türkische Liga zu Batman Petrolspor, wo es für Biron deutlich besser läuft. An neun von zehn Spieltagen stand der Offensivmann in der Startelf.

Am Mittwoch gelang ihm beim 4:2-Heimerfolg gegen İstanbulspor sein zweiter Saisontreffer. Auch eine Torvorlage steuerte er bei. Zwei weitere Male beförderte er den Ball ins gegnerische Tor – beide Treffer wurden jedoch aberkannt.

Während Serra in Dänemark mittlerweile regelmäßig trifft, hat sich Biron in der Türkei einen Stammplatz erarbeitet. Nach ihrer für alle Beteiligten enttäuschenden Zeit beim 1. FC Nürnberg scheinen beide Angreifer im Ausland wieder ihr sportliches Glück zu finden.