Ausgekugelte Schulter bei Zoma: Klose „hatte es selbst“ – So lange fiel der FCN-Trainer damals aus

Der Trainer des 1. FC Nürnberg weiß über seinen Torjäger: „Eins zu eins kann man ihn nicht ersetzen“.

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Ausgekugelte Schulter bei Zoma

Ein durchwachsener Auftritt des 1. FC Nürnberg beim 1:1-Unentschieden bei Energie Cottbus wurde schnell zur Nebensache. Denn Torjäger Mohamed Ali Zoma musste nach gut 30 Minuten verletzungsbedingt unter Tränen ausgewechselt werden. Der frischgebackene italienische Nationalspieler war in der Anfangsphase auf die linke Schulter gefallen. Die erste Diagnose seitens des Clubs: eine ausgekugelte Schulter.

„Er hat bestätigt, dass die Schulter draußen war“, erklärte Miroslav Klose nach Schlusspfiff am Sportschau-Mikrofon. Aus eigener Erfahrung wisse der 48-Jährige, dass eine derartige Verletzung „sehr schmerzhaft“ sei: „Ich hatte es selbst mal als Spieler“, erinnert sich der Weltmeister von 2014 und weiß: „Aber wir müssen die Untersuchung abwarten.“

„Ich hatte es selbst“ – So lange fiel Klose damals aus

Entscheidend für die Ausfallzeit ist allerdings, ob zusätzlich andere Strukturen verletzt wurden. Klose hatte 2013 – wenige Monate vor dem großen Triumph mit der deutschen Nationalmannschaft – Glück im Unglück. Der heutige FCN-Trainer war damals ebenfalls während eines Spiels in der Serie A mit Lazio Rom auf die Schulter gefallen. Schon nach vier Wochen stand der ehemalige Stürmer wieder auf dem Platz – und traf bei seinem Comeback sogar doppelt.

„Eins zu eins kann man ihn nicht ersetzen“

Fast 13 Jahre später wird Klose hoffen, dass Zoma ähnlich glimpflich davonkommt. Denn die DFB-Legende weiß: „Momo ist ein fantastischer Spieler, eins zu eins kann man ihn nicht ersetzen.“ Gleichzeitig setzt der ehemalige WM-Rekordtorschütze Vertrauen in seinen Kader: „Wir haben Spieler mit anderen Qualitäten“, und blickt damit auf die zuletzt von ihm gelobte zweite Reihe:

„Das ist das Schöne am Fußball. Wenn der eine ausfällt, muss der andere ihn ersetzen können. Wir haben eine gute Truppe zusammen. Es gibt Spieler, die sich lange gedulden mussten, um auf Minuten zu kommen.“

Zweiter Offensivausfall neben Becker

Nichtsdestotrotz würde ein längerer Ausfall von Zoma den 1. FC Nürnberg empfindlich treffen – zumal mit Finn Becker bereits ein weiterer Leistungsträger der bislang so gut funktionierenden Offensive womöglich bis zum Jahresende fehlen wird. Umso größer ist die Hoffnung, dass Zoma ähnlich schnell zurückkehrt wie einst sein Trainer.