Am Wochenende gegen FCN – Rettet Magath seinen Heimatverein vor dem Absturz?

„Ich bin froh, wenn ich etwas zurückgeben kann“, erklärte der ehemalige Trainer des 1. FC Nürnberg.

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Fotos: DO IT NOW Media | Frank Schwichtenberg, Felix Magath - Kicken mit Herz 2024 02, CC BY-SA 4.0

Nürnberger U23 im Meisterkampf

Während sich der 1. FC Nürnberg vier Spieltage vor Schluss im Niemandsland der Tabelle der 2. Bundesliga befindet, steht die eigene Zweitvertretung kurz davor, etwas Großes zu leisten. Die U23 ist fünf Spieltage vor Schluss Tabellenführer der Regionalliga Bayern und hat einen Punkt Vorsprung. Mit dem Nachholspiel in der Hinterhand könnte der Vorsprung sogar auf vier Punkte gegenüber Verfolger Würzburger Kickers anwachsen.

Wiedersehen mit Magath

Auf dem Weg zur möglichen Meisterschaft trifft der kleine Club am Wochenende auf einen ehemaligen Trainer der Profis – Felix Magath. In der Saison 1997/1998 stand die Bundesligalegende für 29 Spiele an der Seitenlinie der Franken. Nun kommt es zum Wiedersehen mit seinem Ex-Verein. Denn seit letztem Sommer ist der 72-Jährige auf der Mission, seinen Heimatverein Viktoria Aschaffenburg vor dem Abstieg zu bewahren.

„Verpflichtet gefühlt“

Auch aufgrund seines eigenen Karrierewegs habe sich Magath „verpflichtet gefühlt, auch was zurückzugeben“, wie er im Gespräch bei Blickpunkt Sport erklärte: „Ich habe so viel Glück gehabt. Ich bin froh, wenn ich etwas zurückgeben kann.“ Als Sportvorstand soll er dabei helfen, den Abstieg von der Regionalliga in die Bayernliga zu verhindern. Nach 29 Spieltagen stehen die Unterfranken auf einem direkten Abstiegsplatz – allerdings punktgleich mit dem Relegationsrang.

„Ich kann nicht den Verein führen“

„Warum soll ich jetzt nicht helfen, diesen Verein, der seit zwei, drei Jahren eine schlechte Phase hat und im Straucheln ist, wieder nach vorne zu bringen“, brauchte es keine großen Überredungskünste, Magath für diese Aufgabe zu gewinnen. Allerdings ist er nicht in führender Funktion tätig: „Ich will helfen. Aber ich kann nicht den Verein führen.“ Gemeinsam mit einem Führungsduo unterstützt er vor allem den sportlichen Bereich: „Ich helfe, so gut ich kann, dass wir in Zukunft irgendwann wieder im Fernsehen auftauchen.“

Schwieriges Restprogramm

Zunächst gilt es jedoch, den Klassenerhalt in der Viertklassigkeit zu sichern. Hoffnung macht die Formkurve: Acht Punkte aus den letzten fünf Spielen sprechen für einen Aufwärtstrend. Dem gegenüber steht allerdings ein anspruchsvolles Restprogramm mit ausschließlich Gegnern aus der oberen Tabellenhälfte – drei davon aus den Top 5. So auch am Freitagabend, wenn Felix Magaths Viktoria Aschaffenburg vor heimischer Kulisse gegen die U23 des 1. FC Nürnberg ums Überleben kämpft.