Chatzialexiou-Abgang berührt Klose „null Komma null“ – FCN nicht von einer Person abhängig

Stattdessen zeigt der Trainer des 1. FC Nürnberg Verständnis für den Wechsel seines Sportvorstands: „Das ist eine Chance für ihn.“

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Foto: DO IT NOW Media

Viel Wirbel um Chatzialexious FCN-Abgang

Es war eine Meldung, die zumindest für sehr viel Wirbel rund um den 1. FC Nürnberg sorgte: Joti Chatzialexiou wird den Club in Richtung Eintracht Frankfurt per Ausstiegsklausel verlassen, nachdem er erst im August seinen Vertrag verlängert hatte. Insbesondere unter den Fans wurde dieser plötzliche Abgang, der zum 1. Februar 2027 erfolgen soll, hochemotional diskutiert. Einen, der eng mit Chatzialexiou zusammenarbeitet und auch von ihm verpflichtet wurde, scheint das allerdings völlig kaltzulassen: FCN-Trainer Miroslav Klose.

Klose versteht Chatzialexiou: „Das ist eine Chance für ihn“

„Getroffen hat es mich überhaupt nicht, weil dann wäre es ja schlimm“, entgegnete der 48-Jährige auf Nachfrage am Sportschau-Mikrofon nach dem 3:1-Auswärtssieg beim FC St. Pauli. Gleichzeitig erklärte er sein Verständnis für Chatzialexious Entscheidung, den Schritt aus dem Frankenland zurück in seine Heimat und in die Bundesliga zu gehen: „Man muss das verstehen. Das ist eine Chance für ihn“, so Klose, der darauf verwies: „Ich finde so etwas in diesem Geschäft völlig normal.“

Dementsprechend ist der Weltmeister von 2014 – im Gegensatz zu manch anderem – vom baldigen Abschied seines Sportvorstands nicht sonderlich emotionalisiert: „Ich bin überhaupt nicht emotional. Null Komma null. Das gehört dazu. Ich habe das so kennengelernt, war viele Jahre dabei. Deswegen ist das ganz einfach für mich“, erklärte Klose mit Verweis auf seine langjährige Erfahrung im Geschäft Profifußball.

FCN nicht von einer Person abhängig – Klose vertraut auf Weg

Statt Chatzialexious Abgang nachzutrauern und sich Sorgen um die Zukunft des FCN zu machen, konzentriert sich Klose auf das, was er selbst beeinflussen kann, und vertraut den handelnden Personen im Verein. Das machte er ebenfalls bei der Sportschau deutlich: „Ich weiß, dass wir auf einem guten Weg sind. Dass da jemand im Verein sich Gedanken macht, um den richtigen Nachfolger zu finden. Ich fokussiere mich total auf das, was in meiner Hand liegt.“

Ohnehin ist Klose der Überzeugung, dass der Erfolg eines Vereins, speziell des 1. FC Nürnberg, nicht von einer einzelnen Person abhängt, wie er schon vor dem Spiel in Hamburg bei Sky erklärte: „Ich bin davon überzeugt, dass es nie immer nur eine einzige Person ist, sondern es sind mehrere Personen und auf mehreren Schultern verteilt, was schön ist, bei uns im Verein.“

Entscheidend sei vielmehr, dass der Club an seiner bisherigen Ausrichtung festhält. „Aber der Weg war der Richtige“, betonte Klose. Dieser soll beim FCN auch ohne Joti Chatzialexiou erfolgreich weitergegangen werden.