Viel Lob trotz Niederlage
Trotz der 0:1-Niederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern wusste der 1. FC Nürnberg über weite Strecken spielerisch zu überzeugen. Dass der FCN trotz zahlreicher Torchancen ohne eigenen Treffer blieb, lag auch an Lauterns Schlussmann Julian Krahl. Im Podcast „Ein Ball für zwei“ haben sich nun Simon Terodde und Torsten Mattuschka mit dem Auftritt des Clubs beschäftigt – und dabei viel Lob für die Mannschaft von Miroslav Klose gefunden.
„Sie hatten Torschüsse ohne Ende, haben selbst zum Schluss keine langen Bälle gespielt und sind in den Abläufen geblieben“, zeigte sich Terodde angetan. Zwar habe in den entscheidenden Momenten immer wieder etwas gefehlt, insgesamt bescheinigte der ehemalige Zweitliga-Torjäger den Nürnbergern aber ein „hervorragendes Spiel“. Auch Krahl hob er hervor. Es sei „wirklich sensationell“ gewesen, wie dieser einige Abschlüsse aus dem Winkel gefischt habe.
Wie schwer wiegt Zomas Ausfall?
Gleichzeitig beschäftigte sich Terodde mit der Frage, wie sich der längerfristige Ausfall von Mohamed Ali Zoma auswirken könnte. „Was passiert denn mit Nürnberg ohne Zoma? Werden sie jetzt total einbrechen?“, fragte der 38-Jährige. Gegen Kaiserslautern habe sich das Fehlen des Italieners durchaus bemerkbar gemacht. „Ich bin mir trotzdem absolut sicher, dass, wenn Zoma mitgespielt hätte, Julian Krahl ein Tor kassiert hätte“, erklärte Terodde.
Grundsätzlich bleibt er aber optimistisch: „Wenn sie so weitermachen, werden sie Punkte holen.“ Entscheidend sei, wie stabil die Nürnberger ihre Leistungen ohne ihren „kompletten Ausnahmespieler“ abrufen können.
Ähnlich sieht es Mattuschka, der Zoma sogar als den „absoluten Ausnahmespieler in Liga zwei“ bezeichnete. Ein solcher Ausfall tue jeder Mannschaft weh. Dennoch ist der 45-Jährige von der Qualität des FCN überzeugt: „Sie werden Spiele gewinnen, sie werden weiter punkten, weil sie einfach in ihren Abläufen und in ihrer Art und Weise, Fußball zu spielen, einfach gut sind.“
Mattuschka glaubt an Aufstieg
Neben der spielerischen Qualität hob Mattuschka auch den Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft hervor. Dass Zoma unmittelbar nach seiner Operation bereits wieder im Stadion war, sei eine jener Kleinigkeiten, die viel über das Innenleben eines Teams aussagen. Der Zweitliga-Experte erkennt beim FCN deshalb eine „brutale Geschlossenheit“.
Seine Prognose fällt entsprechend optimistisch aus: „Ich sage, dass Nürnberg hochgeht.“ Und auch Zoma selbst traut Mattuschka nach dessen Rückkehr noch einiges zu. Sieben Saisontore hat der Italiener bereits erzielt. Sollte er anschließend verletzungsfrei bleiben, hält der ehemalige Mittelfeldspieler insgesamt 15 bis 20 Treffer in der laufenden Spielzeit für möglich.


