Dritter Startelfeinsatz in Folge
Rayan Ghrieb musste sich nach seinem Wechsel zum 1. FC Nürnberg bis nach der Länderspielpause gedulden, ehe er erstmals von Beginn an für den FCN auflaufen durfte. In den Spielen gegen den VfL Wolfsburg und Energie Cottbus hatte der ehemalige Magdeburger allerdings noch viele unglückliche Aktionen in seinem Spiel.
Nicht wenige rechneten deshalb damit, dass sich Clubtrainer Miroslav Klose beim Duell mit Kaiserslautern gegen einen erneuten Startelfeinsatz des Franzosen entscheiden würde.
Beste Saisonleistung
Klose sollte mit seiner Entscheidung, Ghrieb erneut von Beginn an zu bringen, allerdings Recht behalten. Zumal dessen Profil als Eins-gegen-eins-Spieler gegen die im Laufe der Partie zunehmend tief in einer Fünferkette verteidigenden Gäste ein wichtiges Element im Spiel der Franken war.
Der Franzose war an vielen gefährlichen Aktionen seiner Mannschaft beteiligt. Das zeigen auch seine sechs Abschlüsse und acht Strafraumaktionen – beides zusammen mit Piet Scobel Höchstwerte auf dem Feld. „Ich fand die Leistung gut“, bewertete Klose den Auftritt Ghriebs positiv. „Dann ist es nochmal ganz anders“, hatte er gehofft, dass sich sein Schützling mit einem Tor belohnt und daraus zusätzliches Selbstvertrauen zieht.
Mehrmals zog Ghrieb sehenswert vom Flügel ins Zentrum und suchte anschließend den Abschluss. „Gegen Ingolstadt hat er das gleiche Tor gemacht, das ist seine Qualität“, erinnerte Klose an dessen Treffer im Testspiel während der Länderspielpause. Gegen Kaiserslautern verhinderte allerdings der starke FCK-Torwart Julian Krahl den Einschlag. „Da wünsche ich mir, dass er noch öfter in diese Situationen kommt“, hofft Klose auf weitere solcher Aktionen.
Auch abgesehen von seinen Abschlüssen war Ghrieb diesmal deutlich erfolgreicher in seinen Aktionen. So gewann er alle seine fünf Dribblings, absolvierte die meisten Offensivduelle (14) auf dem Feld und entschied davon ebenfalls die meisten (9) für sich.
Nachdem er zuletzt im Spiel gegen den Ball einiges vermissen ließ, attestierte ihm sein Trainer auch in dieser Hinsicht einen Aufwärtstrend: „Ich fand ihn in beide Richtungen gut. Also offensiv gut und auch defensiv hat er viel mehr Räume geschlossen.“
Auf einem guten Weg?
„Ich war zufrieden“, lobte der Weltmeister von 2014 insgesamt den Auftritt des Linksfußes. Etwas überraschend nahm er ihn nach 67 Minuten dennoch als ersten Offensivspieler vom Feld.
„Er war müde“, erklärte Klose, dass nicht die sportliche Leistung für die Auswechslung verantwortlich war. Zumal er betonte, dass Ghrieb beim 1. FC Nürnberg mittlerweile „auf einem guten Weg“ sei. Nun gilt es für den 27-Jährigen, diese Leistung auch konstant abzurufen.


