FCN verliert nach 14 Pflichtspielen
Über ein halbes Jahr war der 1. FC Nürnberg ungeschlagen, ehe am Samstagabend mit der 0:1-Heimniederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern eine lange Erfolgsserie zu Ende ging. 14 Pflichtspiele in Folge hatte der Club zuvor nicht verloren.
Zwischenzeitlich gehörte der FCN gemeinsam mit dem FC Bayern München sogar zu den am längsten ungeschlagenen Mannschaften im deutschen Profifußball. Aufgrund seines dichteren Spielplans zog der Rekordmeister jedoch vorbei, ehe die Serie der Franken gegen den FCK ohnehin riss.
Historische Bestmarke seit 1963 endet
Ebenfalls einen Rückschlag musste der kommende Pokalgegner des Clubs hinnehmen. Bayer Leverkusen, bei dem die Mannschaft von Miroslav Klose am Mittwoch gastiert, unterlag am Sonntag in der Bundesliga bei der TSG Hoffenheim mit 0:3.
Zuvor hatte die Werkself sechs Pflichtspiele in Folge gewonnen. Doch mit der Niederlage im Kraichgau endete nicht nur diese Erfolgsserie, sondern gleichzeitig auch eine historische Bestmarke.
Denn in sämtlichen zehn Pflichtspielen dieser Saison hatte Bayer zuvor mindestens zwei Tore erzielt – insgesamt 28 Treffer. Das war laut Opta seit Einführung der Bundesliga 1963/64 noch keiner anderen Mannschaft im deutschen Profifußball gelungen. Ausgerechnet wenige Tage vor dem Duell mit dem FCN blieb die Offensive nun erstmals ohne eigenen Treffer – ebenso wie der Zweitligist bei seiner jüngsten Niederlage.
Verletzungssorgen bei FCN und Bayer
Neben den gerissenen Serien verbindet die beiden Pokalkontrahenten eine weitere unschöne Gemeinsamkeit. Während der 1. FC Nürnberg länger auf Mohamed Ali Zoma und Finn Becker verzichten muss und zuletzt auch Fynn Otto angeschlagen ausgewechselt werden musste, hat Leverkusen ebenfalls mit Verletzungssorgen zu kämpfen.
So musste Moussa Diaby in Hoffenheim bereits in der ersten Halbzeit aufgrund von Oberschenkelproblemen vom Feld. Noch schlimmer erwischte es Loïc Badé, der nach einem heftigen Zusammenprall mit Hoffenheims Max Moerstedt kurz vor Schluss auf einer Trage abtransportiert werden musste. Der Innenverteidiger war laut Bayer-Trainer Carles Martínez zwischenzeitlich rund eineinhalb Minuten bewusstlos, nach dem Spiel aber wieder ansprechbar. Sein Zustand habe sich inzwischen gebessert.
Mit Montrell Culbreath, Kennet Eichhorn, Eliesse Ben Seghir, Martin Terrier, Christian Kofane und Guéla Doué fehlten der Werkself bereits zuvor sechs Spieler, teilweise schon seit mehreren Wochen. Ob Diaby und Badé rechtzeitig für das Pokalspiel am Mittwoch wieder zur Verfügung stehen, scheint zweifelhaft.
Trotz Rückschlägen: Zwei gut gestartete Teams
Damit haben beide Mannschaften vor dem direkten Aufeinandertreffen nicht nur das Ende einer langen Serie zu verkraften, sondern auch personelle Sorgen. Gleichzeitig dürfen die jüngsten Niederlagen nicht darüber hinwegtäuschen, dass sowohl der FCN als auch Bayer Leverkusen bislang eine starke Saison spielen.
Umso mehr darf man sich auf das Duell zweier spielstarker Mannschaften freuen, in dem der Club zwar als klarer Außenseiter antritt, nach seinen bisherigen Leistungen aber durchaus selbstbewusst nach Leverkusen reisen kann.


