FCN vor besonderem Spiel: Das gab es seit 2019 nur zweimal – selbst Spieler staunen

Der 1. FC Nürnberg knackt gegen Kaiserslautern eine besondere Zuschauermarke. Wie sehr die Atmosphäre im Max-Morlock-Stadion auch die Mannschaft beeindruckt.

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Foto: DO IT NOW Media

Stimmungsvolle Wochen beim FCN

Nicht nur aufgrund des starken Saisonstarts erlebt der 1. FC Nürnberg derzeit stimmungsvolle Wochen. Schließlich befindet sich der Club mitten im Flutlicht-Oktober: Alle vier Pflichtspiele in diesem Monat finden am Abend statt, was den Partien eine besondere Atmosphäre verleiht. Umso mehr, wenn der FCN gegen den 1. FC Kaiserslautern bereits zum dritten Mal innerhalb der ersten neun Spieltage das Samstagabend-Topspiel vor heimischer Kulisse austragen darf.

Seltene Zuschauermarke seit 2019

Was die Begegnung zusätzlich besonders macht: Erstmals in dieser Saison kann der FCN ausverkauft melden. 47.500 Zuschauer – darunter 5.000 Lauterer – werden im Max-Morlock-Stadion erwartet. Eine Marke, die in den vergangenen Jahren nur selten erreicht wurde.

Klammert man die Freundschaftsduelle gegen Schalke 04 aus, die traditionell für ein volles Haus sorgen, gab es seit dem Bundesliga-Abstieg 2019 lediglich zwei Ligaspiele mit noch mehr Zuschauern: die letzten beiden Heimspiele der Saison 2024/25 gegen die SV Elversberg und den 1. FC Köln. Diese standen im Zeichen des 125-jährigen Club-Jubiläums beziehungsweise des Kölner Aufstiegskampfes.

Ansonsten wurde die Marke von 47.500 Zuschauern in einem Ligaspiel nicht mehr erreicht – teilweise allerdings auch aufgrund von Pufferzonen, die eine derart hohe Auslastung gar nicht zuließen – geschweige denn die Corona-Zeit.

Clubfans sorgen auch in der Kabine für Gesprächsstoff

Entsprechend groß ist die Vorfreude bei Tim Janisch auf das Heimspiel gegen den FCK. „Ich freue mich jedes Mal, ins Max-Morlock-Stadion zu fahren. Aber wenn natürlich noch ausverkauft ist, natürlich noch besser“, verrät das Nürnberger Eigengewächs bei ClubTV.

Ohnehin zeigt sich der 21-Jährige begeistert von den Clubfans: „Was sie in den letzten Spielen abreißen, ist einfach nur überragend.“ Wie sehr die Atmosphäre auch bei den Spielern Eindruck hinterlässt, verdeutlicht Janisch mit einem Einblick in die Kabine. Dort sei die Stimmung auf den Rängen nach den Partien immer wieder Gesprächsthema. Sinngemäß staune man gemeinsam darüber, „was eigentlich hier los ist“. „Das ist wirklich top“, schwärmt der gebürtige Nürnberger.

Heimstärke als Faustpfand

Und die besondere Atmosphäre scheint sich auch sportlich auszuzahlen. Schließlich ist der Club inzwischen seit sechs Spielen im Max-Morlock-Stadion unbesiegt und sammelte dabei 16 von 18 möglichen Punkten.

Eine Heimstärke, auf die der FCN angesichts des verletzungsbedingten Ausfalls von Toptorjäger Mohamed Ali Zoma umso mehr setzen dürfte. Wie gut, dass gleich drei der nächsten vier Ligapartien im Achteck stattfinden. Für die Nürnberger bietet sich damit eine große Chance, ihren gelungenen Saisonstart zu bestätigen und sich weiter in der oberen Tabellenregion festzusetzen.