Bleibt der FCN auch ohne Zoma oben?
Einen Spieler wie Mohamed Ali Zoma wird der 1. FC Nürnberg nicht eins zu eins ersetzen können, wie auch Trainer Miroslav Klose betonte. Nach der Schulterverletzung des Toptorjägers, der sich einer Operation unterziehen muss und mindestens bis Jahresende fehlen wird, stellt sich umso mehr die Frage, ob sich der FCN nach dem starken Saisonstart auch ohne seinen Unterschiedsspieler in der Spitzengruppe der 2. Bundesliga halten kann.
Schließlich lassen fünf Siege, drei Unentschieden und noch keine Niederlage die Clubfans von mehr träumen. In den kommenden wegweisenden Wochen könnten dabei die eigenen Anhänger eine entscheidende Rolle spielen, damit sich die Franken auch ohne Zoma auf den oberen Tabellenplätzen halten können.
Spielplan kann FCN Zuversicht geben
Denn ein Blick auf den Spielplan zeigt: Beginnend mit der Partie am kommenden Samstag gegen den 1. FC Kaiserslautern kann der aktuelle Tabellenzweite gleich mehrfach auf die Unterstützung der eigenen Fans setzen. Drei der nächsten vier Zweitligapartien finden im Max-Morlock-Stadion statt. Während es nach dem Heimspiel gegen den FCK zum FC St. Pauli geht, empfängt der Club anschließend Darmstadt 98 und Eintracht Braunschweig vor heimischer Kulisse. In der kommenden Woche wartet zwischendurch noch das Auswärtsspiel im DFB-Pokal bei Bayer Leverkusen.
Heimstark seit einem Jahr
Insbesondere die seit Monaten anhaltende Heimstärke könnte nun zu einem dicken Faustpfand werden. In dieser Saison sammelte der FCN zehn von zwölf möglichen Punkten im eigenen Stadion – saisonübergreifend ist der Club dort sogar seit sechs Spielen ungeschlagen, fünf davon wurden gewonnen. Ohnehin gingen in den vergangenen zwölf Monaten lediglich zwei von 17 Heimspielen verloren. Mit 35 Punkten und 39 erzielten Toren punktet der FCN vor heimischer Kulisse damit schon seit einem Jahr wie ein Aufsteiger – wenngleich auch Zoma mit 15 Heimtreffern seinen Anteil an dieser beeindruckenden Bilanz hatte.
FCN setzt auf zwölften Mann
Diese Heimstärke gilt es nun, auch über die kommenden wegweisenden Wochen zu konservieren, um sich in der Spitzengruppe festzusetzen und ein kleines Polster für die weitere Zeit ohne Zoma aufzubauen – dafür will der FCN bewusst den Rückhalt der eigenen Fans nutzen. Schließlich erwartet die Mannschaft von Miroslav Klose zum Auftakt der bevorstehenden Heimspielserie ein ausverkauftes Haus gegen Kaiserslautern: „Wir wollen natürlich auch die Kulisse für uns nutzen“, so der 48-Jährige.
Nach der Verletzung von Zoma könnte der zwölfte Mann damit zunächst umso mehr in den Fokus rücken – wenngleich es natürlich auch auf dem Fußballfeld eine inhaltliche und personelle Lösung für den Ausfall des Unterschiedsspielers braucht.


