U23 in guter Form
Etwas holprig war die U23 des 1. FC Nürnberg als amtierender Meister in die neue Saison der Regionalliga Bayern gestartet. Nach vier Spieltagen hatte die Mannschaft von Trainer Andreas Wolf gerade einmal ein mageres Pünktchen auf dem Konto. Doch seither läuft es für den kleinen Club. Der jüngste 2:1-Erfolg beim Tabellenführer FC Memmingen bedeutete den dritten Sieg in Serie. Mit sechs Siegen aus neun Spielen seit dem fünften Spieltag sammelte kein Team so viele Punkte wie die Wolf-Elf, die nun mit 19 Zählern aus 13 Partien auf Rang zehn kletterte.
Soldic-Doppelpack besorgt Sieg
Entscheidender Mann beim Sieg am Samstag gegen die auf Rang eins stehenden Memminger war Marko Soldic. Das 16-jährige Juwel schnürte den ersten Doppelpack seiner Herrenfußballkarriere, nachdem es zuvor in fünf Einsätzen immerhin schon einmal für die U23 getroffen hatte. Insbesondere beim 1:0 in der 53. Minute zeigte der feine Fußballer seine Klasse. Nachdem er den Ball selbst erobert hatte, ließ er zwei Gegenspieler per Körpertäuschung stehen und brachte seine Farben von der Strafraumgrenze aus mit einem unhaltbaren Flachschuss in Führung.
In der 79. Minute gelang ihm beinahe das nächste Distanztor. Seinen scharf getretenen Freistoß aus zentraler Position konnte der heimische Torhüter gerade noch entschärfen. Acht Minuten später gelang dem bereits achtmal bei den Profis eingesetzten Talent dann aber der Siegtreffer. Einen vor seine Füße abgewehrten Ball staubte er zum späten 2:1 ab. Zwischenzeitlich hatte eine verunglückte Abwehraktion von Kapitän Fabian Menig in der 70. Minute zum Ausgleich des FCM geführt.
Sechsfache Profi-Verstärkung
Neben Soldic konnte Wolf auf die Verstärkung durch fünf weitere Spieler setzen, die schon häufiger im Kader von Miroslav Klose standen und zumindest zum erweiterten Profi-Aufgebot zählen: Khalid Abu El Haija, Tobias Heß, Winners Osawe sowie Marc Kornwachs und Can Mustafa. Letztere waren sogar am Tag zuvor noch beim 1:1-Unentschieden in Cottbus dabei gewesen, blieben dort allerdings ohne Einsatz.
Mit dem Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten TSV Aubstadt hat der kleine Club am nächsten Wochenende die Chance, seinen aktuellen Erfolgslauf weiter fortzusetzen – zumal am Valznerweiher vier von sechs Partien gewonnen werden konnten. Doch auch der jüngste 2:1-Erfolg in Memmingen bedeutete bereits den zweiten Auswärtssieg in Folge, nachdem zuvor nur ein Punkt aus fünf Spielen in der Fremde gesammelt worden war.


