Klose wechselt kaum
Miroslav Klose ist nicht gerade dafür bekannt, viele Änderungen in seiner Startelf im Vergleich zur Vorwoche vorzunehmen. Umso weniger, wenn er so erfolgreich ist wie aktuell. An den ersten sieben Spieltagen gab es gerade einmal zwei Wechsel des Trainers – beide durch die Verletzungen von Kristian Mandic und Finn Becker begründet. Ansonsten hätte der 48-Jährige womöglich stets die gleiche Elf von Beginn an auf das Feld geschickt.
Zweite Reihe sei nah dran
Ganz einfach scheint ihm diese Entscheidung Woche für Woche allerdings nicht zu fallen. Schließlich betont Klose stets, wie gut die zweite Reihe arbeitet. Diese Einschätzung erneuerte er nun auch vor dem Auswärtsspiel bei Energie Cottbus. Darauf angesprochen, wie nah Giannis Masouras nach seinem Last-Minute-Treffer beim 4:4 gegen den VfL Wolfsburg an der Startelf sei, entgegnete der Weltmeister von 2014: „Eigentlich ist er nicht weit entfernt, so wie es vielen Spielern geht“, und nennt William Bøving, Rafael Lubach und Andrea Ceresoli als Beispiele.
Porstner und Janisch „immer unter Druck“
„Das ist das, was ich sehen möchte als Trainer – dass sie sich anbieten. Wenn man die Tage das Training gesehen, waren die auf Augenhöhe“, lobt Klose das Quartett. Insbesondere seinen jungen Außenverteidigern Eric Porstner und Tim Janisch würde dieser Konkurrenzkampf guttun: „Das ist wichtig. Dass der Eric und der Tim auf den beiden Außenpositionen immer unter Druck gesetzt werden in jeder Woche im Training. Damit sie diese Leistungen auch immer bestätigen in den Spielen.“
Insofern hätte Klose auch „keine Bauchschmerzen“, Spieler aus der zweiten Reihe wie Ceresoli und Masouras, die beispielsweise auch die Partie gegen Wolfsburg beendeten, spielen zu lassen. „Weil wir die Qualität auf den doppelt besetzten Positionen haben. Sobald einer ein bisschen schwächelt – was auch normal ist –, können wir den anderen bringen. Und das ist schön als Trainer.“
Weiterhin keine Änderungen zu erwarten
In den ersten Wochen dieser Saison sieht Klose aber offensichtlich keinen seiner gesetzten Spieler schwächeln. Sollte sich dies ändern, hat der Trainer jedenfalls inzwischen schon wochenlang darauf hingearbeitet, diesen Spielern das nötige Vertrauen zu vermitteln – und ihnen dies zumindest durch Kurzeinsätze zu beweisen. Gegen Cottbus sind jedenfalls wieder so gut wie keine Änderungen zu erwarten. Erfahrungsgemäß wird innerhalb einer Saison aber noch jeder gebraucht, wie auch Klose schon betonte. Noch muss sich die zweite Reihe allerdings in Geduld üben.


