Kein FCN-Wiedersehen für Engelhardt
Am Freitag kommt es für einen Profi von Energie Cottbus zu einem Wiedersehen mit dem 1. FC Nürnberg. Nicht allerdings für Erik Engelhardt, der aufgrund eines im August erlittenen Kreuzbandrisses noch viele Monate nicht zur Verfügung stehen wird. „Absolut traurige Geschichte. […] Das wäre für ihn auch ein schöner Moment“, bedauert FCE-Trainer Pele Wollitz die schwere Verletzung des Torjägers, der acht Jahre im Clubnachwuchs verbrachte und aus Oberfranken stammt.
Anderer Oberfranke trifft auf FCN
Dafür trifft mit Jonas Hofmann ein weiterer Oberfranke auf seine Jugendliebe FCN. Der 29-Jährige verbrachte sein „halbes Leben“ beim neunfachen deutschen Meister, wie er gegenüber der Lausitzer Rundschau hervorhob: „Ich hab 14 Jahre da gespielt.“ Zwischen 2005 und 2018 durchlief der gebürtige Bamberger die Jugendmannschaften der Franken, ehe er 2020 über die Zwischenstationen Sportfreunde Lotte und Schalke 04 II in Cottbus landete.
„Ein Cluberer bleibst du sowieso“
Dementsprechend wartet auf Hofmann ein besonderer Freitagabend: „Meine Familie kommt da her. Mein Papa kommt am Wochenende auch. Er hat schon gesagt, man kann es so und so sehen: er hat auf jeden Fall irgendeinen Grund zu feiern. Er ist auch Clubfan“, verrät der Mittelfeldspieler. Und betont: „Aber wir sind gut verwurzelt. Ein Cluberer bleibst du sowieso.“
Doch auch bei den Lausitzern fühlt sich Hofmann sehr wohl: „Vielleicht bin hier noch nicht ganz so lange wie es in Nürnberg war. Mein halbes Leben gefühlt. Aber hier fühle ich mich auch zuhause. Das wird für immer ein zu Hause bleiben – und Nürnberg dementsprechend auch.“
Wollitz würde Hofmann gerne „was Gutes tun“
Dass er beim Duell mit seinem Ex-Verein zum Einsatz kommt, erscheint allerdings unwahrscheinlich. In der Vorsaison kam der zentrale Mittelfeldspieler lediglich viermal in der 3. Liga zum Einsatz, in dieser Spielzeit wartet er noch auf seine erste Zweitligaminute. Aufgrund der hohen Konkurrenz auf seiner Position kann ihm sein Trainer auch kaum bessere Perspektiven in Aussicht stellen:
„Wenn ich ihm da was Gutes tun könnte, würde ich das jederzeit machen, weil er ein verlässlicher Spieler mit einer hohen Identifikation und sozialen Verhalten ist. Nur das eine ist eine und das andere ist das Sportliche. Und diesbezüglich ist es für ihn in dieser Konstellation auf dieser Position nicht einfach“, spricht Wollitz offen über die Situation seines Spielers.
Geduldiger Hofmann
Heißt: Das Spiel von Energie Cottbus gegen den 1. FC Nürnberg wird Jonas Hofmann wahrscheinlich nur von der Bank aus verfolgen können. Immerhin stand er in vier der bisherigen sieben Zweitligaspiele im Kader – darunter in allen drei letzten Partien. „Ich sehe bei mir selber jeden Tag, dass ich auf einem sehr, sehr guten Weg bin. Und meine Zeit wird kommen“, bleibt der Ex-Nürnberger geduldig.


