Warum dem FCN schon das nächste 4:4-Spektakel blüht

Die Hinweise auf ein weiteres Torspektakel des 1. FC Nürnberg könnten klarer kaum sein.

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Foto: DO IT NOW Media

Historisches 4:4 des FCN

Nicht nur aufgrund seines Ergebnisses, sondern vor allem auch wegen seines Spielverlaufs war das 4:4-Unentschieden gegen den VfL Wolfsburg ein historisches Spiel für den 1. FC Nürnberg und die 2. Bundesliga. Nachdem der VfL zwischenzeitlich die klar überlegene Mannschaft war und kurz vor der Entscheidung stand, drehte der FCN ein 0:2 binnen elf Minuten in eine 3:2-Führung – und sah in der Folge lange wie der sichere Sieger aus. Doch in der Nachspielzeit erlebte die Liga ein Novum: Erstmals überhaupt in der über 52-jährigen Geschichte des deutschen Unterhauses fielen drei Tore nach der 90. Minute.

Kommender Gegner spielte bereits 4:4

Ein Spektakel, von dem es sich zunächst zu erholen gilt – und das man so schnell wohl nicht mehr erleben wird. Oder doch? Zumindest könnte es bereits am kommenden Freitag schon wieder in eine ähnliche Richtung gehen. Die Argumente dafür sind gegeben. Schließlich war es für die Wolfsburger bereits das zweite 4:4 dieser Saison – und zwar ausgerechnet gegen den kommenden Gegner des FCN: Energie Cottbus.

FCE steht für Tore

Die Lausitzer stehen ebenfalls für Spektakel: „Wir wollen weiterhin Spektakel, wir wollen modernen, attraktiven, offensiven Fußball spielen. Die Menschen kommen nicht hierhin, um 0:0-Spiele zu sehen“, kündigte Trainer Pele Wollitz vor dieser Spielzeit an. Worte, denen der FCE gerecht wird. Nur bei Beteiligung von zwei Mannschaften fielen in dieser Spielzeit bislang mehr Tore als beim FCN mit 30: beim VfL Wolfsburg und bei Energie Cottbus mit jeweils 31. Dabei hätten es angesichts von bereits neun Aluminiumtreffern in Spielen der Brandenburger noch deutlich mehr sein können.

Fast 4:4 gegen fränkisches Team

Die Wollitz-Truppe erlebte bereits vier Spiele mit mindestens drei eigenen Toren und vier Partien mit jeweils mindestens drei Gegentreffern – darunter übrigens schon beinahe ein 4:4 gegen ein fränkisches Team. Am dritten Spieltag verlor der Aufsteiger gegen die SpVgg Greuther Fürth mit 3:4 vor heimischer Kulisse. Insofern gibt es statistisch gleich mehrere Hinweise darauf, dass Cottbus gegen Nürnberg ein ähnlich torreiches Spiel wie Nürnberg gegen Wolfsburg und Wolfsburg gegen Cottbus werden könnte.

FCN möchte wohl kein 4:4

Allerdings dürfte man sich beim Club nach dem Last-Minute-Ausgleich beim jüngsten 4:4 zu Hause gegen die Niedersachsen umso weniger mit dem gleichen Ergebnis beim FCE zufriedengeben. Schließlich sind die eigenen Ansprüche nach 17 von 21 möglichen Punkten inklusive der besten Offensive nach sieben Spieltagen in der eigenen Profifußball-Historie gestiegen. „Wir sehen uns schon als Top-Team. Wir haben unsere Messlatte mit den letzten Leistungen sehr hochgelegt“, erklärte Miroslav Klose.

Nächstes Torspektakel nicht unrealistisch

Zumal man ohnehin als Favorit nach Cottbus fährt. Schließlich haben die Lausitzer schon neun Punkte weniger als der 1. FC Nürnberg auf dem Konto – und bei einer Tordifferenz von 15:16 zwar die viertbeste Offensive, aber gleichzeitig die schwächste Defensive. Dementsprechend wäre es nicht sonderlich verwunderlich, wenn man am kommenden Spieltag im Stadion der Freundschaft ein Torspektakel zu sehen bekäme – ein zweites 4:4 in Folge für den FCN allerdings schon ein wenig. Mindestens vier Tore sollten es nach dem bisherigen Durchschnitt aber schon sein.