Traumstart für FCN
Mit 16 von 18 möglichen Punkten hätte der Saisonstart des 1. FC Nürnberg in der 2. Bundesliga kaum besser laufen können. Auch wenn die mittlerweile elf Ligaspiele andauernde Ungeschlagen-Serie noch fünf Partien in die Vorsaison zurückreicht, zeigt der FCN mit seinem überzeugenden Fußball seit Sommer ein neues Gesicht.
Und das, obwohl neun der zuletzt elf gesetzten Spieler bereits in der Vorsaison beim Club spielten und man im Sommer sogar den Verlust seiner Abwehrzentrale in Richtung Bundesliga verkraften musste.
Markhiyev erklärt FCN-Erfolgsgeheimnis
Warum die Franken nun dennoch so viel besser spielen und punkten, sieht Adam Markhiyev vor allem in der mannschaftlichen Geschlossenheit begründet – sowohl auf als auch neben dem Platz: „In der vergangenen Saison hatten wir wirklich sehr gute Einzelspieler. Vielleicht haben wir als Mannschaft nicht so gut gespielt. Jetzt habe ich das Gefühl, dass wir als Mannschaft wirklich sehr gut spielen“, erklärt er im Interview mit dem finnischen Fußballportal SuomiFutis.
Den besten Beleg dafür sieht er in der Art und Weise, wie die Clubspieler derzeit gemeinsam Fußball spielen: „Ich glaube, das Beste ist, dass man uns ansieht, wie viel Spaß wir am Fußball haben. Wir lachen, wir lächeln uns sogar während der Spiele gegenseitig an“, so der 24-jährige Finne, der dementsprechend feststellt: „Der Teamgeist und die Energie sind hervorragend.“
Diese Verbundenheit gehe auch über den Fußballplatz hinaus: „Wir sind jeden Tag auch außerhalb des Platzes gemeinsam mit den anderen Spielern unterwegs, und das macht Spaß.“
Offensiv wie defensiv: Markhiyev entscheidend
Markhiyev selbst ist mit seiner Rolle im defensiven Mittelfeld ein entscheidender Faktor für den Erfolg. Seine Aggressivität gegen und seine Dominanz mit dem Ball machen ihn zu einem wichtigen Bestandteil der Mannschaft von Trainer Miroslav Klose. Hinzu kommt eine neu entdeckte Abschlussqualität mit bereits drei Treffern nach sechs Spieltagen.
„Ich habe wirklich nicht damit gerechnet, drei Tore in sechs Spielen zu erzielen. Ich wusste nicht einmal, wie ich jubeln sollte. Aber es ist natürlich immer schön, Tore zu schießen“, sagt Markhiyev mit einem Lächeln.
Nichtsdestotrotz weiß der Finne weiterhin um seine Hauptaufgabe, die Abwehrreihe zu schützen und Angriffe einzuleiten: „Ich glaube, meine Position ist letztlich eher so angelegt, dass lieber jemand anderes die Tore schießt und ich die Vorlagen gebe. Ich spiele vielleicht etwas tiefer – und so sorgen wir dafür, dass wir keine Gegentore bekommen.“
Noch zwei Länderspiele für Markhiyev
Bislang bringen Adam Markhiyev und der 1. FC Nürnberg bei 16:6 Treffern und einer Tordifferenz von +10 Offensive und Defensive bestens in Einklang. Bevor der 24-Jährige daran nach der Länderspielpause anknüpfen möchte, stehen allerdings noch zwei Partien mit der finnischen Nationalmannschaft an.
Nach dem 7:0 gegen San Marino und dem torlosen Remis gegen Belarus trifft Finnland zunächst auf Albanien und anschließend erneut auf Belarus. Danach geht es für Markhiyev zurück an den Valznerweiher.


