Abgänge beim FCN Normalität
Inzwischen ist der 1. FC Nürnberg auch über die Grenzen Deutschlands hinaus dafür bekannt, jungen Spielern eine Plattform zur Entwicklung zu geben. So gelang beispielsweise Nathaniel Brown und Finn Jeltsch wenige Jahre nach ihrem Abschied der Sprung in die deutsche Nationalmannschaft. Mohamed Ali Zoma schaffte dies sogar als aktueller Zweitligaspieler mit Italien – und dürfte spätestens nach dieser Saison den nächsten Schritt in seiner Karriere auf Vereinsebene gehen.
Chatzialexiou rechnet mit Klose-Anfragen
Dass talentierte Spieler den Verein verlassen, um den nächsten Schritt zu gehen, gehört daher inzwischen zur Normalität beim FCN. Sportvorstand Joti Chatzialexiou hält es für möglich, dass es irgendwann auch bei seinem aktuellen Trainer Miroslav Klose so kommen könnte: „Natürlich wird es auch so sein, dass der Miro Anfragen bekommt, weil er sich als Trainer mitentwickelt hat“, erklärte der 50-Jährige bei einer Podiumsdiskussion des TV-Senders Sky in München.
„Meine Aufgabe, einen neuen Trainer zu finden“
„Im Moment läuft’s gut, und es kann durchaus sein, dass dann auch ein paar Vereine anklopfen und der Miro dann seinen nächsten Schritt macht“, deutete Chatzialexiou ein mögliches Szenario für die Zukunft an. Einen solchen Schritt sieht der Sportvorstand als Teil des Geschäfts: „Das ist ein normaler Prozess im Leistungsfußball, den können wir nicht aufhalten.“
Sollte es tatsächlich so kommen, weiß Chatzialexiou auch, was anschließend auf ihn zukäme: „Dann wird es vielleicht in meiner Aufgabe liegen, einen neuen Trainer zu finden.“
Chatzialexiou hofft auf langen Klose-Verbleib
Nichtsdestotrotz hofft der ehemalige DFB-Funktionär, dass ein solches Szenario noch in weiter Ferne liegt: „Noch ist er da, ich hoffe, er bleibt auch lange.“
Erst im Februar dieses Jahres verlängerte Klose, der inzwischen in seiner dritten Saison beim 1. FC Nürnberg ist, seinen Vertrag bis 2028. Zudem erneute der Trainer erst vor wenigen Wochen sein Bekenntnis zum FCN und betonte, wie gut er zum Club passe. Daher deutet aktuell wenig auf einen baldigen Abschied Kloses hin – zumal der Weltmeister von 2014 nach dem historischen Saisonstart mit den Franken noch einiges vorhaben dürfte.


