Kaum Einsatzminuten seit 2024
Es war ein Transfer, der im Sommer für Aufsehen sorgte. Denn der 1. FC Nürnberg verstärkte seine Defensive mit einem ehemaligen Spieler des FC Barcelona: Mikayil Faye wurde per Leihe mit Kaufoption vom Ligue-1-Klub Stade Rennes verpflichtet. Die Franzosen wiederum kauften den 22-jährigen Senegalesen 2024 für eine Ablöse von über zehn Millionen Euro von den Katalanen ab.
Für die Barça-Profis kam der Innenverteidiger allerdings nie zum Einsatz, sondern lediglich für die Reservemannschaft in der Saison 2023/24. Danach kam der einmalige Nationalspieler Senegals auf nur noch 21 Profi-Einsätze in nun über zwei Jahren.
Klose erkennt Fortschritte
Auch beim FCN wartet Faye noch auf seine erste Kadernominierung. Schließlich hat der Sommerneuzugang noch Fitnessrückstand aufzuholen, um spielfit zu werden. Ursprünglich war geplant, den Leihspieler nach der derzeit laufenden Länderspielpause in den Spieltagskader zu integrieren. Doch selbst ein Einsatz beim Testspiel am Freitag gegen den FC Ingolstadt scheint noch ungewiss: „Wir werden sehen, wann er das auch mal im Rahmen eines Spiels zeigen kann“, sagte Miroslav Klose kürzlich der BILD über die zu erkennenden Fortschritte.
FC Barcelona soll ihn beobachten
Trotz Fayes schwieriger Zeit seit seinem Abgang aus Spanien soll ihn der FC Barcelona noch nicht abgeschrieben haben. Das berichtet die spanische Sportzeitung SPORT. Demnach verfolgen die Katalanen die Situation des Spielers „weiterhin aufmerksam“. Schließlich galt der Abwehrspieler damals als einer der Youngster mit dem größten Entwicklungspotenzial, der eine seltene Mixtur aus Physis, Technik und Tempo vereinte.
In Zukunft könnte der spanische Meister noch in zweierlei Hinsicht von einer Leistungsexplosion Fayes profitieren: Einerseits könnte man ihn im Fall der Fälle dank einer Rückkaufoption für 25 Millionen Euro zurückholen. Andererseits würde man aufgrund einer Weiterverkaufsbeteiligung bei einem künftigen Transfer 30 Prozent mitverdienen.
FCN verfügt über Kaufoption
Beide Szenarien scheinen angesichts seiner aktuellen Situation beim 1. FC Nürnberg aber noch weit entfernt. Zunächst muss Mikayil Faye überhaupt erst einmal in den Spieltagskader, um dann zu einer ernsthaften Alternative für die immer stabilere Abwehrzentrale um Fynn Otto und Alexios Kalogeropoulos zu werden.
Sollte er sich im Laufe der Saison noch zu einer echten Hilfe entwickeln, könnte der FCN den Spieler sogar fest verpflichten. Schließlich verfügt der Club über eine Kaufoption, die laut Sportvorstand Joti Chatzialexiou in einem „realistischen“ Bereich liegt.


