Ligainterner Wechsel
In der Vorsaison lief er noch in 15 Pflichtspielen für die Profis des 1. FC Nürnberg auf. Etwas überraschend verpflichtete der FCN Henri Koudossou nach seinen starken Leistungen in der Rückrunde nach überstandener Verletzung jedoch nicht. Stattdessen zog es den Rechtsverteidiger zum Ligakonkurrenten Arminia Bielefeld.
Gemischte Gefühle
Die ersten Monate bei seinem neuen Arbeitgeber dürfte der gebürtige Münchner mit gemischten Gefühlen bewerten. Selbst stand er in allen sieben Pflichtspielen von Beginn an auf dem Feld. Dabei konnte er oftmals mit guten Auftritten vorangehen. Beispielsweise auch, als er mit seinem neuen Team beim FCN am dritten Spieltag vor rund einem Monat zu Gast war – am Ende aber dennoch mit 1:4 verlor.
Auch ansonsten verlief der Bielefelder Saisonstart angesichts des Aus im DFB-Pokal und erst fünf Punkten in der 2. Bundesliga durchwachsen.
Nationalspieler
Dennoch erlebte der 27-Jährige in der aktuellen Länderspielpause ein besonderes Highlight. Seit dem 25. September darf er sich schließlich Nationalspieler nennen. Erstmals wurde er vom togolesischen Fußballverband für die Nationalmannschaft nominiert.
„Ich bin froh, hier zu sein. Es ist schön, die Gruppe kennenzulernen und ich bin stolz darauf, das Land zu vertreten. Ich spüre die Energie auf den Straßen, aber auch innerhalb des Teams. Ich möchte einfach ein Teil davon sein“, zeigte sich der ehemalige Nürnberger gegenüber Medien Togos darüber begeistert.
Erfolgreiches Debüt
Beim Qualifikationsspiel für den Afrika-Cup gegen Burundi stand er dann auf Anhieb in der Startelf – und sogar 90 Minuten auf dem Feld. Am Ende gewann Koudossou mit seiner Mannschaft 1:0. „Ich wollte für das Land und für meinen Vater spielen“, sprach ein stolzer Debütant, dessen Vater aus Togo stammt. Den Wunsch, für das Land aufzulaufen, soll er schon länger in sich getragen haben.
Schon am Dienstag gegen Sambia besteht für Koudossou die Chance auf den zweiten Einsatz. Nach der Länderspielpause trifft seine Arminia auswärts auf den VfL Bochum – und dürfte hoffen, die ersten Zähler der Saison auf fremdem Platz einzufahren. Henri Koudossou sollte in jedem Fall mit guter Laune – und als Nationalspieler zurückkehren.


