Trotz Lob von Trainerlegende Capello: FCN-Star Zoma nicht im Kader gegen Türkei

Der Angreifer des 1. FC Nürnberg bekommt in der Türkei keine Einsatzchance für die italienische Nationalmannschaft.

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Fotos: DO IT NOW Media | Barcex, 25th Laureus World Sports Awards - Red Carpet - Fabio Capello - 240422 181452 (cropped), CC BY-SA 4.0

Trotz Zoma-Debüt: Ernüchterung in Italien

Während es für Mohamed Ali Zoma vom 1. FC Nürnberg aufgrund seines Debüts einer der aufregendsten Tage seiner noch jungen Fußballerkarriere gewesen sein dürfte, war der Freitagabend für die italienische Nationalmannschaft ein weiterer Tiefschlag. Schließlich legte man nach der abermals verpassten Weltmeisterschaft große Hoffnungen in das Comeback von Erfolgstrainer Roberto Mancini, der 2021 mit der Squadra Azzurra Europameister wurde.

Doch vor heimischer Kulisse in Rom setzte es eine ernüchternde 0:2-Heimniederlage am ersten Spieltag der Nations League gegen Belgien, was letztlich zu Pfiffen statt neuer Aufbruchsstimmung führte.

„Wie soll man so Tore erzielen?“

Die italienische Trainerlegende Fabio Capello zeigte sich ähnlich besorgt wie viele Fans der Azzurri – insbesondere aufgrund einer schwachen ersten Halbzeit, wie er in seiner Kolumne in der Gazzetta dello Sport beschreibt. Was ihn infolge des 0:2 in der 69. Minute störte, war die fehlende Zielstrebigkeit, mit der die Mannschaft um den belgischen Strafraum herumspielte: „Man kann nicht immer nur quer spielen, ohne in den Strafraum zu kommen“, moniert der 80-Jährige und stellt die Frage: „Wie soll man so Tore erzielen?“

Capello hebt Zoma hervor

Eine mögliche Antwort darauf sieht der ehemalige Trainer von Real Madrid, Juventus und AC Milan offenbar im Nürnberger Debütanten. Zumindest nennt er Zoma unter den positiven Aspekten dieses Spiels, die den italienischen Fans Hoffnung geben könnten: „Es gab auch Positives. Auch wenn er ein paar Mal den Ball verloren hat, gefiel mir Zomas Einstellung auf der linken Seite, als er eingewechselt wurde. Er versuchte, Akzente zu setzen, er versuchte, seine Gegenspieler auszudribbeln. Und genau wie er war auch Maldini gut im Dribbling“, lobt er den Debütanten aus der 2. Bundesliga.

In der 80. Minute wurde Zoma beim Stand von 0:2 eingewechselt und bekleidete den linken Flügel. Bei seinen elf Ballkontakten gelang ihm zwar kein Durchbruch, er versuchte aber immer wieder, Tempo aufzunehmen und in den Strafraum einzudringen. Risikofreude, die Capello mit seinen Worten honorierte.

Zoma gegen Türkei nicht dabei

Trotz dieses Lobes wird Zoma allerdings nicht im Kader für das Auswärtsspiel am Montag in der Türkei stehen. Zehn Spieler werden laut Gazzetta dello Sport in Italien bleiben und ein spezielles Trainingsprogramm absolvieren – darunter auch der Torjäger des 1. FC Nürnberg. Frühestens am Freitag könnte Zoma damit wieder zum Einsatz kommen, wenn Italien in Paris bei Frankreich zu Gast ist.