FCN-Profis weiter ungeschlagen gegen Fürth
Über U17, U19, U23 und Profis war der 1. FC Nürnberg 13 Spiele lang gegen die SpVgg Greuther Fürth ungeschlagen – diese Serie riss allerdings am Freitagabend, als der Club das kleine Derby der Zweitvertretungen in der Regionalliga Bayern mit 1:2 im Ronhof verlor. Isoliert für die Zweitligamannschaft des FCN ging der Positivlauf gegen den Rivalen am 2. Spieltag dieser Saison jedoch weiter. Mit dem 4:2-Auswärtssieg ist man inzwischen seit fünf Spielen gegen das Kleeblatt ungeschlagen.
Erste Derby-Niederlage für Vogel
Bis zu jener Niederlage vor gut anderthalb Monaten war auch SpVgg-Trainer Heiko Vogel gegen den FCN ungeschlagen. Schließlich endeten die beiden Begegnungen in der Vorsaison unter seiner Leitung jeweils unentschieden. Die erste Pleite in seinem dritten Frankenderby habe er auch Wochen später noch nicht ganz verdaut, wie er im Podcast Inside 1903 verriet.
Fürth nicht effizient genug
In einem kleinen Zwischenfazit vor dem sechsten Spieltag stellte der 50-Jährige fest: „Wir haben uns den ein oder anderen Fehler zu viel geleistet, den der Gegner eiskalt ausgenutzt hat. Auf der anderen Seite waren wir nicht effizient genug und haben Fehler des Gegners nicht ausgenutzt.“ Dabei schließt Vogel offenbar auch die Niederlage im Frankenderby mit ein, wie seinen weiteren Ausführungen zu entnehmen ist.
FCN „hatte Glück gehabt, hier gewinnen zu dürfen“
„Man muss auch sehen, gegen wen wir gespielt haben. Das ist keine Laufkundschaft gewesen, wenn man die Tabelle anschaut. Heidenheim und St. Pauli kamen aus der ersten Liga“, zählt er die bisherigen Gegner auf und kommt dabei auch auf den zweitplatzierten Club zu sprechen: „Der Nachbar ist ganz gut in diese Saison gestartet, hatte Glück gehabt, hier gewinnen zu dürfen. Das wurmt mich ungemein.“ Tatsächlich war unter anderem Jan Reichert mit zwei wichtigen Paraden mitverantwortlich dafür, dass sich das Spiel letztlich in Richtung seiner Farben entwickelte.
„Die Realität lügt definitiv nicht“
Nach Expected Goals – also der Qualität und Quantität der Torchancen – war Fürth in diesem Spiel zumindest statistisch sogar überlegen und wäre nach diesem Modell in der Tabelle nur einen Punkt hinter dem 1. FC Nürnberg. In Wahrheit trennen die beiden fränkischen Klubs allerdings zehn Punkte und Tabellenplätze. Bezüglich derartiger Expected-Points-Tabellen weiß Vogel aber auch: „Die Realität lügt definitiv nicht.“


